Seniorinnen durch Trickbetrüger um Bargeld und Schmuck gebracht
Am Montag (16. März) wurden zwei Seniorinnen aus Neunkirchen-Seelscheid Opfer von Trickbetrügern und um mehrere tausend Euro sowie Schmuck gebracht.
Gegen 09:45 Uhr erhielt eine der Geschädigten einen Anruf von einem unbekannten Mann, der sich als Mitarbeiter ihrer Hausbank ausgab. Er berichtete von angeblich ungewöhnlichen Abbuchungen auf ihrem Konto und kündigte an, dass ein weiterer Mitarbeiter ihre EC-Karte abholen werde. Kurz darauf erschien ein unbekannter Mann an der Wohnanschrift der Seniorin im Ortsteil Niederwennerscheid und nahm die Bankkarte samt PIN entgegen. Wenig später wurde die Frau misstrauisch und ließ ihr Konto sperren. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 1.000 Euro abgebucht worden.
Der unbekannte Abholer kann wie folgt beschrieben werden:
- etwa 30 bis 35 Jahre alt - circa 175 bis 180 cm groß - kurze,
dunkle, lockige Haare - bekleidet mit dunkler Jacke und blauer JeansZu einem weiteren, ähnlich gelagerten, Fall kam es gegen 10:00 Uhr an der Straße "Im Immenthal" in Neunkirchen.
Hier gab sich ein bislang unbekannter Täter am Telefon als Polizeibeamter aus. Im Verlauf mehrerer Gespräche veranlasste er die Seniorin, ihre EC-Karte samt PIN an einen Abholer zu übergeben, der gegen 10:30 Uhr erschien. Die Beschreibung des Mannes stimmt mit der des ersten Falls überein.
In einem weiteren Telefonat erfragte der Täter Bargeldbestände in der Wohnung. Unter dem Vorwand, ein zuvor genutzter Bankautomat sei manipuliert gewesen, wurde die Seniorin aufgefordert, Bargeld sowie Schmuck bereitzulegen.
Gegen 11:45 Uhr erschien der Mann erneut und nahm Bargeld in Höhe von 800 Euro sowie Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro entgegen. Kurz darauf stellte die Geschädigte fest, dass zusätzlich 2.500 Euro von ihrem Konto abgebucht worden waren.
Aufgrund der Umstände ist von einem Tatzusammenhang auszugehen.
Die Polizei bittet Zeugen, die im Bereich des Ortsteils Niederwennerscheid oder der Straße "Im Immenthal" verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 02241 541-3121 zu melden.
Hinweise der Polizei:
Kommt es zu Anrufen der Polizei, von Bankmitarbeitern oder von angeblicher Verwandtschaft, sollten Sie immer dann misstrauisch werden, wenn das Gegenüber die Herausgabe von Bankdaten, persönlichen Kennwörtern oder Bargeld und Wertgegenständen verlangt. Beenden Sie das Gespräch im Zweifel durch Auflegen. Halten sie Rücksprache über die Ihnen bekannten Servicenummern Ihrer Bank, rufen Sie ihre Verwandten zurück oder kontaktieren Sie die Polizei über die 110.
Geben Sie keine persönlichen Daten oder Angaben zu Ihren Lebensverhältnissen preis. Machen Sie niemals Angaben zu Wertsachen oder Vermögenswerten. Polizeibeamte fragen Sie nicht nach persönlichen Geldverstecken. Die Polizei stellt kein Bargeld oder sonstige Wertsachen vorsorglich sicher. Lassen Sie sich zu keinem Zeitpunkt unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und verständigen Sie die örtliche Polizei oder wählen Sie den Polizeinotruf 110. Ziehen Sie Familienangehörige oder Freunde zu Rate. (Re)
Rückfragen bitte an:
Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis
Pressestelle
Telefon: 02241/541-2222
E-Mail: pressestelle@polizei-rhein-sieg.de