Kinderschutz in Schulen: Polizei und RLSB unterstützen gemeinsam Schulen bei ihren Sicherheits- und Präventionskonzepten

Mehr als 110 Teilnehmende aus Schulen der Region folgten der Einladung der Regionalen Landesämter für Schule und Bildung (RLSB) Braunschweig und Hannover sowie der Polizeidirektion Göttingen zu einem ganztägigen Fachtag an der Universität Hildesheim. Im Mittelpunkt stand der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexuellen Grenzverletzungen im schulischen Umfeld. Ziel war es, Lehrkräfte und Schulleitungen zu befähigen, Schulen als Orte der Sicherheit, Verlässlichkeit und des Vertrauens zu gestalten. Der Tag begann mit einer szenischen Einführung des Theaters "Springinsfeld", das Ausschnitte aus dem Präventionsstück Ja-Nein-Stopp präsentierte. Im anschließenden Hauptvortrag gab Kirsten Rehage, Vertreterin des Kinderschutzbundes e.V. Hannover, praxisnahe Impulse zu Möglichkeiten und Herausforderungen eines institutionellen Kinderschutzes an Schulen. Torsten Glaser, Behördenleiter des RLSB Braunschweig, betonte die Verantwortung der Schulen und der Schulbehörde: "Schulen müssen sichere Orte für Kinder und Jugendliche sein. Unsere Aufgabe als Schulbehörde ist es, Lehrkräfte und Schulleitungen dabei zu unterstützen, Schutzkonzepte zu entwickeln und aufmerksam zu handeln." In parallel stattfindenden Workshops setzten sich die Teilnehmenden mit zentralen Aspekten der Prävention, Intervention und Nachsorge auseinander. Thematisiert wurden unter anderem die Unterstützung von Betroffenen und deren Angehörigen, traumasensibles Arbeiten im Schulkontext, der Ablauf polizeilicher Ermittlungen, Täterarbeit, die Entwicklung eines schulischen Verhaltenskodexes sowie die Erstellung wirksamer Schutzkonzepte. Beim "Markt der Möglichkeiten" boten Institutionen wie der Weiße Ring, die Stiftung Opferhilfe, die Präventionspuppenbühne, die Regionalkoordination für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sowie das LKA mit dem Projekt "Herzschlag" Informationen und Materialien an. Am Nachmittag beleuchtete Nicole Röhrs der GiB gGmbH (Autismus-Zentrum) Hannover das Thema Schutzkonzepte und Inklusion. Stefan Ockenfeld, Leiter des Dezernats für Kriminalitätsbekämpfung in der Polizeidirektion Göttingen erklärte: "Oftmals wird die Polizei erst hinzugezogen, wenn es bereits zu sexuellen Grenzverletzungen gekommen ist. Im Rahmen der gemeinsamen Fachtage mit den RLSB können wir unsere Expertise präventiv einbringen und die verlässliche Ansprechpartnerin sein, die man in solchen Fällen braucht. Es ist uns ein großes Anliegen, die Lehrkräfte, Schulleitungen sowie die in der Schulsozialarbeit Tätigen heute zu sensibilisieren, in ihrem Handeln zu bestärken und Unsicherheiten zu reduzieren." Der Fachtag machte deutlich, wie wichtig der gemeinsame Einsatz für den Schutz von Kindern und Jugendlichen ist. Die RLSB Braunschweig und Hannover sowie die Polizeidirektion Göttingen wollen ihre seit Jahren bestehende enge Zusammenarbeit auch künftig fortführen und weiterentwickeln, um Schulen in ihrer Verantwortung zu stärken und Kinder bestmöglich zu schützen. Rückfragen bitte an: Polizeidirektion Göttingen Natalia Bornemann-Zarczynska Telefon: 0551/491-1004 E-Mail: pressestelle@@pd-goe.polizei.niedersachsen.de