„Freifahren“ mit Folgen: Motorradfahrer mit 118 km/h innerorts gestoppt
(lei) Deutlich lauter als erlaubt und erheblich schneller als zulässig war ein Motorradfahrer am späten Mittwochabend in Hanau unterwegs - sehr zum Missfallen einer zivilen Polizeistreife.
Beamte des Sachgebietes TRuP (Tuner, Raser und Poser) wurden kurz vor Mitternacht in der Lamboystraße auf eine Kawasaki Ninja 400 aufmerksam, die bereits durch ein auffällig lautes Abgasgeräusch ins Auge - beziehungsweise ins Ohr - fiel. An einer roten Ampel hielt das Motorrad zunächst an, beschleunigte jedoch beim Umschalten auf Grün stark.
Die Streife aktivierte die Videonachfahreinrichtung ihres Zivilfahrzeugs und folgte dem Motorrad. In der Antoniterstraße gab der Fahrer erneut Gas. Bei erlaubten 50 km/h wurde eine Geschwindigkeit von 118 km/h gemessen.
Daraufhin schalteten die Beamten Blaulicht und ein Anhaltesignal ein, woraufhin der Fahrer umgehend sein Fahrzeug zum Stillstand brachte.
Bei der Kontrolle stellten die Polizisten mehrere Mängel fest: Am Motorrad fehlte der sogenannte DB-Killer im Endschalldämpfer,
außerdem waren die hinteren Fahrtrichtungsanzeiger nicht vorhanden. Die Hauptuntersuchung war zudem seit rund sechs Monaten abgelaufen.
Auf die Frage nach dem Grund für seine Fahrweise gab der 21-jährige Hanauer an, er habe den Motor nach der Winterpause einmal "freifahren" wollen.
Das Motorrad wurde sichergestellt und wird nun einem Sachverständigen vorgeführt. Den Fahrer und Halter erwarten ein Bußgeld von etwa 1.500 Euro, zwei Punkte in Flensburg sowie ein dreimonatiges Fahrverbot.
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