Betrüger erbeutet 200.000 Euro

Am Montag (23. März) erschien ein 61 Jahre alter Siegburger bei der Polizei, um Anzeige zu erstatten. Er schilderte den Beamten, dass er Ende November 2025 telefonisch und per E-Mail Kontakt zu einem Mann hatte, der vorgab für ein Unternehmen tätig zu sein, das Finanz- und Vermögensdienstleistungen anbietet. Nach der angeblichen Beratung eröffnete der 61-Jährige zwei Anlagekonten bei unterschiedlichen ausländischen Banken, auf die er jeweils knapp 100.000 Euro einzahlte. Die Beträge sollte er im Februar 2026 wieder ausgezahlt bekommen. Nachdem es zu der angegebenen Zeit nicht zu einer Auszahlung kam, versuchte der Siegburger, den Mann, den er für einen Finanzberater hielt, mehrmals vergeblich zu erreichen. Eine Nachfrage bei der Hausbank ergab, dass das Geld nicht zurück auf das Konto des Siegburgers gebucht werden könne. Die Polizei hat nun die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs aufgenommen. Es wird zum Schutz vor derartigen Betrugsfällen dringend geraten, skeptisch und vorsichtig zu sein, vor allem bei Angeboten, die hohe Gewinne bei sehr niedrigem Risiko versprechen. Machen Sie sich im Vorfeld Gedanken über ihre Anlageziele, informieren Sie sich über Anlageformen und Risiken und holen Sie mehrere Angebote ein. Bedenken Sie, dass gerichtliche Auseinandersetzungen im Ausland oftmals schwierig werden können. Seien Sie besonders kritisch, wenn die Abwicklung ohne persönlichen Kontakt stattfindet. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und ziehen Sie gegebenenfalls eine vertraute Person hinzu. Begriffe wie Finanz- oder Vermögensberater sind gesetzlich nicht geschützt; verlangen Sie daher aussagefähige Referenzen über bisherige Tätigkeiten des Beraters. Wenden Sie sich bei Unsicherheiten an die Kriminalprävention Ihrer Polizei oder den Verbraucherschutz. Da oftmals auch ältere Personen zum Opfer werden, sollten Sie mit lebensälteren Angehörigen präventiv über derartige Betrugsmaschen sprechen. Sollten Sie Opfer geworden sein, melden Sie sich umgehend bei der Polizei. (Uhl) #SicherImAlter Rückfragen bitte an: Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis Pressestelle Telefon: 02241/541-2222 E-Mail: pressestelle@polizei-rhein-sieg.de