W Handyverstoß endet mit Verfolgungsfahrt, Unfall und Festnahme – Polizei sucht Zeugen – Gemeinsame Presseerklärung von Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal

Gestern Vormittag (01.04.2026, 11:40 Uhr) entzogen sich ein 40-jähriger Autofahrer und sein Beifahrer einer Verkehrskontrolle, nachdem Polizeikräfte zuvor eine Verkehrsordnungswidrigkeit bei dem Fahrer beobachtet haben. Eine Streifenwagenbesatzung führte an der Hochstraße eine gezielte Verkehrsüberwachung durch. Dabei fiel ihnen der Fahrer eines VW Polo auf, der verbotswidrig sein Mobiltelefon nutzte. Auf dem Beifahrersitz befand sich eine weitere männliche Person. Die Polizisten beabsichtigten, das Fahrzeug zu kontrollieren. Gegebene Anhaltesignale und eine direkte Ansprache ignorierte der Fahrer und setzte seine Fahrt auf der Hochstraße durch den Gegenverkehr mit überhöhter Geschwindigkeit fort. Er flüchtete weiter über mehrere innerstädtischen Straßen. Nachdem die Polizisten zunächst den Sichtkontakt verloren, stellten weitere Einsatzkräfte den Polo im Bereich des Briller Viertels fest. Umgehend nahmen sie die Verfolgung auf. Der Beifahrer befand sich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr im Auto. Auch dieses Mal widersetzte sich der Fahrer der Kontrolle und fuhr über innerstädtischen Straßen davon. Er fuhr entgegen mehrerer Einbahnstraßen und schlussendlich über den Gehweg der Düsseldorfer Straße. Dort stieß er mit vier geparkten Fahrzeugen zusammen. Letztlich endete die Fahrt auf dem Gehweg in Höhe der Mettmanner Straße, als der Polo zwischen geparkten Autos und einer Häuserwand zum Stehen kam. Unmittelbar danach nahmen Polizeibeamte den Autofahrer fest und transportierten ihn zur Polizeiwache. Nach einer Identitätsüberprüfung handelt es sich um einen 40-jährigen Polen, der durch ein anderes Bundesland zur Abschiebung ausgeschrieben ist. Da der Verdacht besteht, dass der Mann vor Fahrtantritt berauschende Mittel konsumierte, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Eine gültige Fahrerlaubnis konnte er ebenfalls nicht vorlegen. Einen festen Wohnsitz hat der 40-Jährige nicht. Im Januar dieses Jahres ist der Mann wegen eines ähnlichen Vorfalls in Erscheinung getreten. Ersten Ermittlungen zufolge gehörten die angebrachten Kennzeichen nicht zu dem Polo. Sie wurden im Rahmen eines Fahrzeugdiebstahls entwendet. Zudem besteht für das Fahrzeug kein Versicherungsschutz. Der Pkw wurde vor Ort beschlagnahmt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 20.000 Euro. Das Verkehrskommissariat hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen und Hinweisgeber, die Angaben zu der Verfolgungsfahrt oder dem unbekannten Beifahrer machen können oder durch die Fahrweise gefährdet wurden, werden gebeten, sich bei der Polizei unter 0202 284 0 zu melden. Rückfragen bitte an: Staatsanwaltschaft Wuppertal Herr Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert 0202/5748-410