Kinder sind kein Content – Sensibler Umgang mit Kinderbildern gewinnt an Bedeutung
Kinder, ob im Porträt oder auf einem Gruppenbild, "in Action" oder fein säuberlich aufgestellt, sind sehr beliebte Fotomotive.
Expertinnen und Experten weisen seit Jahren darauf hin, dass Bilder von Minderjährigen im digitalen Raum besondere Risiken bergen und langfristige Folgen für die Betroffenen haben können.
Fotos lassen sich heute innerhalb kürzester Zeit speichern, verändern und weltweit verbreiten. Selbst bei gut gemeinten Veröffentlichungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass Bildmaterial in falsche Hände gerät oder in problematischen Kontexten weiterverwendet wird. Dazu gehört auch die Gefahr, dass Aufnahmen von Kindern gezielt gesammelt, manipuliert oder in sexualisierte Zusammenhänge gestellt werden.
"Kinder haben ein Recht auf Privatsphäre und Schutz - auch im Internet. Viele Risiken entstehen nicht aus böser Absicht, sondern aufgrund von fehlendem Bewusstsein." erklärt Karen Kopfer, Leiterin des Kommissariats Kriminalprävention/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Borken.
Kinder können die Auswirkungen noch nicht überblicken. Institutionen und Erwachsene tragen daher eine besondere Verantwortung für einen sensiblen Umgang mit entsprechenden Bildern.
Vor diesem Hintergrund entscheiden sich immer mehr Organisationen und Einrichtungen für alternative Darstellungsformen - etwa Symbolbilder, Illustrationen oder Aufnahmen ohne identifizierbare Kinder. Auch die Kreispolizeibehörde Borken verzichtet ab sofort auf die Veröffentlichung von Kinderfotos in ihrer Öffentlichkeitsarbeit.
"Die polizeiliche Botschaft ist eindeutig: Kinder sind kein Content. Prävention bedeutet auch, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und verantwortungsvoll zu handeln", so Kopfer abschließend.
Mehr zu dem Thema finden Sie unter: https://www.polizei-beratung.de/aktuelles/detailansicht/tipps-fuer-den-umgang-mit-kinderfotos-in-sozialen-netzwerken/
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