Daten missbraucht oder Mailfach gehackt

Eine Meinerzhagenerin wurde vergangene Woche berechtigterweise misstrauisch, als Hunderte von E-Mails ihr Postfach fluteten: vor allem Registrierungsbestätigungen für Dienste, Verifizierungsanfragen und Bestätigungen über die Eröffnung von Konten oder Online-Bestellungen. Sie zählte insgesamt 1300 Mails. Am Sonntag erstattete sie online Anzeige bei der Polizei wegen des Verdachts eines Betrugs. Viele unterschätzen die Gefahren der digitalen Verkehrswege. Auch dort gelten Regeln, doch die sind Betrügern egal. Die Meinerzhagenerin handelte richtig, indem sie SOFORT das Passwort ihres Mail-Accounts änderte und alle relevanten Konten überprüfte. Möglicherweise muss sie sich dennoch auf einigen Ärger und Arbeit einstellen, wenn nicht veranlasste Bestellungen eintreffen oder sogar Gebührenforderungen gestellt werden. Präventionstipps: Dem Kennwort des Mail-Postfachs kommt besondere Bedeutung zu. Wer Zugriff auf die Mails hat, der kann fröhlich Passwörter ändern oder Bestellungen ordern. Deshalb: Lange und komplexe Passwörter verwenden! Eine Möglichkeit ist, sich Merksätze einzuprägen, die Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Es genügt, jeweils das erste Zeichen eines Wortes oder der Zahl sowie die Zeichen zu verwenden. Keine unbekannten Anhänge öffnen, die ungefragt übersendet wurden! Betriebssystem, Software und Anti-Viren-Programme aktuell halten! Vorsicht beim Veröffentlichen persönlicher Daten, beispielsweise Geburtsdatum oder Adresse. Bei Bewerbungen bei unbekannten Arbeitgebern: Keine Ausweis-Kopien versenden! Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis Pressestelle Polizei Märkischer Kreis Telefon: +49 (02371) 9199-1299 E-Mail: pressestelle.maerkischer-kreis@polizei.nrw.de