Bilanz der Hagener Polizei zur Speedweek: 1159 Temposünder in einer Woche
In der sogenannten ROADPOL "Speedweek" fanden in der vergangenen Woche europaweit verstärkt Geschwindigkeitskontrollen statt. Auch die Hagener Polizei setzte den Fokus auf Verkehrssünder. In der gesamten Woche stellten die Einsatzkräfte im Stadtgebiet 1159 Tempo-Verstöße fest.
So führten Polizisten beispielsweise am Mittwoch (15.04.) Geschwindigkeitsmessungen auf der Volmestraße durch. Die überwiegende Anzahl der Fahrzeugführer hielt dort die vorgegebenen 50 km/h ein - insgesamt konnten nur sieben Verstöße festgestellt werden. Allerdings waren hierbei vier Personen besonders schnell unterwegs. Das erste Fahrzeug war ein Mitsubishi, der mit 87 km/h gemessen wurde. Den 42-jährigen Fahrer erwarten neben einem Bußgeld in Höhe von 260 Euro und zwei Punkten in der "Verkehrssünderdatei" noch ein einmonatiges Fahrverbot. Den zweiten festgestellten Geschwindigkeitsverstoß beging ein 28-jähriger Fahranfänger, der mit seiner Familie unterwegs war. Der BMW-Fahrer wurde mit 80 km/h gemessen und muss neben dem Bußgeld mit einem kostspieligen Aufbauseminar und der Verlängerung seiner Probezeit rechnen. Es folgten anschließend noch ein 38-jähriger Hagener mit 75 km/h und ein 41-jähriger Hagener, der ebenfalls in einem BMW mit 73 km/h in der 50er-Zone unterwegs war.
Am Donnerstag fuhr dann ein Autofahrer auf der Osemundstraße mit 118 km/h durch die 50er-Zone. Nach Abzug der Toleranz von 3 km/h fuhr er demnach 65 km/h zu schnell. Es wird ein Bußgeldbescheid folgen: 600 Euro, 2 Punkte in Flensburg und 2 Monate Fahrverbot. Die Beamten trafen zudem Am Sportpark im Bereich des dortigen Spielplatzes (Zone 30 auf einen 37-jährigen Hagener, der mit seinem hochmotorisierten AMG die Geschwindigkeit um 31 km/h überschritt. Ihm drohen nun 260 Euro Bußgeld, 2 Punkte in Flensburg und 1 Monat Fahrverbot.
Bei Geschwindigkeitskontrollen am Sonntag (19.04.) wurden in der Zeit zwischen 11-14 Uhr auf der Verbandstraße 163 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. 19 Fahrerinnen und Fahrer davon werden mit mindestens 100 Euro Bußgeld rechnen müssen. Eine Vielzahl aber wird mit mehr als 200 Euro Bußgeld rechnen müssen (mehr als 31 km/h zu schnell, abzüglich der Toleranz). Der traurige Spitzenreiter war ein BMW, der in Richtung Hohenlimburg unterwegs war und mit 91 km/h gemessen wurde. Auch in der Osemundstraße war am Sonntag jedes zweite gemessene Fahrzeug zu schnell. Jedes dritte Fahrzeug davon war derart schnell, dass 16 Ordnungswidrigkeitenanzeigen folgen werden.
Die festgestellten Verstöße zeigen, wie wichtig Kontrollen durch die Polizei sind. Das Ziel ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Schutz von Leben. Die Hagener Polizei warnt in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich vor den Gefahren von zu schnellem Fahren und zeigt "Null Toleranz".
Denn Raser gefährden die Sicherheit anderer Menschen und stehen deshalb im Fokus der Polizei. Wer rast, muss zum Beispiel damit rechnen, dass der Führerschein und das Fahrzeug beschlagnahmt werden. Straßen sind keine Rennstrecken und kein geeigneter Ort zum Kräftemessen oder zur Selbstdarstellung! Wer an einem verbotenen Rennen teilnimmt, begeht eine Straftat. Wird dabei ein Mensch getötet, droht Raserinnen/Rasern eine Anklage wegen Mordes. Denn unabhängig von der Frage, wer den Verkehrsunfall verursacht hat, entscheidet die Geschwindigkeit über die Folgen. Hier kann es schnell um Leben oder Tod gehen. (arn)
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