Häufung von Internetbetrugsmasche
Die Polizei im Rhein-Sieg-Kreis registriert eine Häufung einer bekannten Internetbetrugsmasche und warnt vor dieser.
Dabei werden durch Betrüger die Bankdaten ihrer Opfer durch sogenannte Phishing-Mails sozusagen "abgefischt".
So erstattete beispielsweise eine Frau aus Sankt Augustin am Montag (20. April) Anzeige, da sie auf Online-Betrüger hereingefallen war. Die Frau schilderte, auf einem bekannten Verkaufsportal im Internet ein Paar Schuhe angeboten zu haben. Unmittelbar nachdem die 47-Jährige ihre Ware inseriert hatte, meldete sich eine vermeintliche Interessentin. Diese gab an, die Schuhe direkt kaufen zu wollen und den Kauf über das Bezahlsystem der Online-Plattform abwickeln zu wollen. Die Verkäuferin erhielt dann eine Nachricht, dass die Zahlung für den Artikel eingegangen sei und sie dies bestätigen solle. Dazu solle sie eine Website öffnen, einen zugesandten Code sowie ihre Bankdaten eingeben und anschließend "Anfrage akzeptieren" anklicken. Die Sankt Augustinerin folgte den Anweisungen, da sie den Hinweis erhielt, dass sie dafür nur wenige Stunden Zeit hätte. Ansonsten würde der Käuferin die Hälfte des Betrags zurückerstattet und das Verkäuferkonto eingeschränkt.
Erst nachdem die 47-Jährige dies erledigt hatte, wurde sie stutzig und konnte die vermeintliche Käuferin nicht mehr erreichen. Ein Blick ins Online-Banking zeigte der Betrogenen dann, dass ein hoher dreistelliger Geldbetrag von ihrem Konto abgebucht worden war. Die Geschädigte informierte umgehend ihre Bank, die das Konto sperrte und die Zahlung rückgängig machen konnte.
Die Polizei hat nun die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betrugs aufgenommen.
Informieren Sie sich über diese Betrugsart und warnen Sie auch Verwandte, Freunde und Bekannte, um Betrügern ihr Handwerk zu erschweren.
Machen Sie sich bewusst, dass bei Ihrer Bank oder Bezahlsystemen, bei denen Sie angemeldet sind, Ihre Bankdaten bereits hinterlegt sind und Sie diese in der Regel nicht erneut eingeben müssen. Banken oder Zahlungsanbieter wählen für dringende Anfragen immer den postalischen Weg und setzen Sie nicht unter Druck, indem Handlungsanweisungen gegeben werden, bei denen eine negative Konsequenz droht, wenn Sie diese nicht befolgen. Seien Sie besonders skeptisch, wenn Sie auf andere Webseiten gelockt werden. Achten Sie darauf, dass der Absender eine korrekte Sprache verwendet und lassen Sie sich keinesfalls unter Druck setzen. (Uhl)
Rückfragen bitte an:
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