Wasserschutzpolizei Bilanz der Bundesweiten Aktionswoche Gewässer-und Umweltschutz (BAGU)

In der Zeit vom 13. bis 19. April 2026 führten die Wasserschutzpolizeien der Bundesländer bereits zum fünften Mal eine bundesweite Aktionswoche mit dem Schwerpunkt der Einhaltung von Umwelt- und Abfallvorschriften in der See- und Binnenschifffahrt durch. Die Federführung lag bei der Wasserschutzpolizei Nordrhein-Westfalen. Im Schiffsbetrieb, egal ob auf Flüssen, Seen oder auf dem Meer, fallen verschiedenste Abfälle an. Dazu gehören u.a. Ölschlämme, Rückstände aus der Abgasreinigung, Abwässer aus den Bordtoilletten und natürlich auch normaler Haushaltsmüll. Um die Umweltbelastung so gering wie möglich zu halten, gibt es zum Umgang, zur Lagerung und zur Entsorgung dieser Abfälle klare Regelungen auf nationaler und internationaler Ebene. Im Rahmen der Aktionstage überprüften die Wasserschutzpolizeien der Länder daher die Einhaltung der entsprechenden gesetzlichen Vorgaben. Verstöße wurden konsequent verfolgt. Neben Kontrollen setzten die Polizistinnen und Polizisten auch auf Aufklärung: In Gesprächen mit den Schiffsverantwortlichen wurden Informationen vermittelt und das Bewusstsein geschärft, um Umweltverschmutzungen schon im Vorfeld zu verhindern. Die Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein hat sich aktiv an den Aktionstagen beteiligt. Der Schwerpunkt der Kontrollen lag hier insbesondere auf der Überwachung der Einhaltung internationaler Vorschriften zum Meeresumweltschutz durch die Berufsschifffahrt. Bei den 31 durchgeführten Kontrollen in den Häfen des Landes wurde dabei jedes zweite Schiff beanstandet. Neben Verstößen gegen bestehende Dokumentationspflichten wurden auch sogenannte Einleitverstöße geahndet. So wurde bei der Kontrolle eines unter maltesicher Flagge fahrenden Frachtschiffes festgestellt, dass 3m³ Abwässer aus Bordtoiletten illegal in deutsche Küstengewässer eingeleitet wurden. In einem anderen Fall konnte der Nachweis über den Verbleib von 8,25m³ Altöl nicht erbracht werden. Nach Rücksprache mit der zuständigen Behörde mussten die Schiffsführungen in beiden Fällen Sicherheitsleistungen in Höhen von vierstelligen Euro-Beträgen hinterlegen. Bundesweit wurden fast 1000 Kontrollen zum Umwelt- und Gewässerschutz durchgeführt. Es wurden zahlreiche Verstöße gegen die geltenden Bestimmungen festgestellt. So wurden 13 Straf- und 236 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und zahlreiche Verwarngelder erhoben. In sechs Fällen wurden Weiterfahrverbote ausgesprochen. Die Ergebnisse der Aktionstage zeigen, dass die Kontrollen durch die Wasserschutzpolizeien einen wichtigen Beitrag zum Schutz der maritimen Umwelt leisten. Die Wasserschutzpolizei Schleswig-Holstein wird Kontrollen ebenso wie Aufklärungsarbeit und Sensibilisierungen auch zukünftig und ganzjährig durchführen. Rückfragen bitte an: Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport Landespolizeiamt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Mühlenweg 166 24116 Kiel Telefon: 0431 160 60444 E-Mail: pressestelle.kiel.lpa@polizei.landsh.de