Mann fiel „Love-Scamming“ zum Opfer: Polizei rät erneut zur Vorsicht bei Liebe im Netz

(lei) Der Schaden hielt sich vergleichsweise in Grenzen, die Lehre aus dieser Geschichte dürfte dafür umso größer gewesen sein: Ein Mann aus dem Raum Schlüchtern hatte sich im Internet offenbar die große Liebe versprochen und musste dann feststellen, dass er einem dreisten Betrug aufgesessen war. Anfang des Jahres, so die Schilderung des Mannes bei der jüngst erfolgten Anzeigenerstattung, lernte er über einen Chatroom eine Frau kennen, die ihn kurz darauf über einen Messenger anschrieb und um Geld bat, damit sie ihn besuchen könne. Am Anfang waren es nur kleine Beträge gewesen. Dann brachte die vermeintliche Herzensdame immer neue Ausreden vor, dass das Geld nicht reiche und sie mehr davon bräuchte, um kommen zu können. Zwischenzeitlich klinkte sich sogar ein angeblicher Anwalt ein, der mit einer dubiosen Aussicht lockte: Beteiligung an einem Autohaus - natürlich nur, wenn weiter Geld fließt. Am Ende überweis der Mann in den vergangenen vier Monaten gut 1.400 Euro an die Betrüger. Er erkannte den Schwindel, stellte die Zahlungen ein und schaltete die Polizei ein. Wenn das anfängliche Herzklopfen letztlich der bitteren Erkenntnis weicht, dass man übers Ohr gehauen wurde, dann liegt für gewöhnlich ein klassischer Fall von "Love-Scamming" vor - eine perfide Masche, bei der Täter gezielt emotionale Nähe aufbauen, um an Geld zu kommen. Damit aus Online-Flirts kein finanzieller Albtraum wird, rät die Polizei erneut zu einigen Tipps: - Wenn jemand schon nach kurzer Zeit von Liebe spricht oder eine enge Beziehung aufbauen will, ist Vorsicht angesagt. - Wechsel auf andere Plattformen hinterfragen: Wenn jemand sofort vom Chatroom zu anderen Kommunikationsdienste wechseln will, kann das ein Warnsignal sein. - Kein Geld an Unbekannte: Egal wie überzeugend die Geschichte klingt: Überweisen Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht persönlich kennen. - Immer neue Notlagen: Krankheit, Reiseprobleme, eingefrorene Konten - wenn ständig neue Gründe für Geldforderungen auftauchen, sollten Sie skeptisch werden. - Vorsicht bei "Dritten": Anwälte, Geschäftsleute oder Freunde, die plötzlich auftauchen und Geld fordern oder Versprechen machen, gehören oft zur Masche. - Bauchgefühl ernst nehmen: Wenn sich etwas komisch anfühlt, ist es das meistens auch. - Bei offenkundigem Betrug: Verständigen Sie die Polizei und erstatten Sie Anzeige.Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südosthessen - Pressestelle - Spessartring 61 63071 Offenbach am Main Telefon: 069 / 8098 - 1210 (Sammelrufnummer) Thomas Leipold (lei) - 1201 oder 0160 / 980 00745 Felix Geis (fg) - 1211 oder 0162 / 201 3806 Claudia Benneckenstein (cb) - 1212 oder 0152 / 066 23109 Maximilian Edelbluth (me) - 1213 oder 0160 / 96487309 Fax: 0611 / 32766-5014 E-Mail: pressestelle.ppsoh@polizei.hessen.de