(GP)(BC) Deggingen/Schwendi – Nachtrag 2 – Gemeinsame Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei: 70-Jähriger wegen des Verdachts des Mordes in einem sog. Cold Case in Untersuchungshaft
Am 10.03.1985 wurde eine 31-jährige Frau in Deggingen im Gewann Winterhalde neben einem Waldweg tot aufgefunden. Der Leichnam war unbekleidet und an den Beinen mit einem Büstenhalter gefesselt. Nach den derzeitigen Ermittlungen besteht gegen einen 70-jährigen Mann der dringende Verdacht, dass er die 31-Jährige zur Verdeckung eines zuvor an ihr begangenen Sexualdelikts getötet habe.
Aufgrund umfangreicher Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft Ulm ergab sich ein Tatverdacht gegen den 70-Jährigen, weswegen Anfang November 2025 dessen Wohnanwesen in einem Teilort von Schwendi - wie berichtet (https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110979/6153150 und https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110979/6156828) - aufgrund eines gerichtlichen Durchsuchungsbeschlusses durchsucht wurde und eine Vielzahl von Asservaten beschlagnahmt werden konnten.
Auf Grundlage der Auswertung der im Rahmen der Durchsuchung beschlagnahmten Asservate, einer umfassenden Neubewertung der vorhandenen Beweismittel, der Erkenntnisse eines ergänzenden rechtsmedizinischen Sachverständigengutachtens sowie des bereits zuvor erfolgten Abgleichs einer DNA-Spur erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 70-Jährigen.
Aufgrund dessen wurde der Tatverdächtige am 14.04.2026 in seinen Wohnräumlichkeiten widerstandslos durch Beamte der Kriminalpolizei Ulm festgenommen. Er wurde am selben Tag dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Ulm vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ulm gegen den Tatverdächtigen wegen des Vorwurfs des Mordes Untersuchungshaft anordnete.
Bis zum rechtskräftigem Abschluss des Strafverfahrens gilt für den Tatverdächtigen die Unschuldsvermutung.
Die Ermittlungen der Polizei und der Staatsanwaltschaft dauern an.
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Philipp Haslach, Staatsanwaltschaft Ulm, 0731/189-1116
Sven Vrancken, Polizeipräsidium Ulm, Tel. 0731/188-1111
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