Staatsanwaltschaft Heilbronn und Polizeipräsidium Ludwigsburg: Geldabholer nach Betrug in Untersuchungshaft
Ein 27 Jahre alter Mann befindet sich seit Donnerstag, den 07.05.2026, in Untersuchungshaft, da er verdächtigt wird, an einem gewerbs- und bandenmäßigen Betrug im Phänomenbereich "Schockanrufe" beteiligt gewesen zu sein.
Ein 89 Jahre alter Mann aus Bietigheim-Bissingen war tags zuvor, am 06.05.2026, telefonisch von einer vermeintlichen Kriminalbeamtin kontaktiert worden, die dem Senior glaubhaft machen konnte, dass seine Tochter einen schweren Unfall verursacht habe. Um eine Untersuchungshaft abwenden zu können, sei die Zahlung einer Kaution notwendig. Der 89-Jährige ging auf die Forderungen ein, worauf ihm mitgeteilt wurde, dass das Geld, das als Barkaution dienen solle, am Nachmittag bei ihm abgeholt werde. Kurz nach 15:00 Uhr erschien der 27-jährige Tatverdächtige an der Wohnanschrift des Mannes und nahm einen fünfstelligen Bargeldbetrag in Empfang.
Im unmittelbaren Anschluss daran wurde der Tatverdächtige von zwischenzeitlich alarmierten Einsatzkräften der Kriminalpolizei an seinem Pkw vorläufig festgenommen, woraufhin die Tatbeute sichergestellt wurde. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn wurde der ungarische Staatsangehörige am Donnerstagnachmittag einem Haftrichter beim Amtsgereicht Heilbronn vorgeführt. Dieser erließ einen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betrugs und wies ihn in eine Justizvollzugsanstalt ein.
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