BPOLI L: „Train-Surfing“ – Ein Spiel mit dem Tod!

Vergangenen Sonntag wurde durch eine Streife der Leipziger Bundespolizei zwei "Trittbrettfahrer" festgestellt. Die zwei vermummten Jugendlichen fuhren in den späten Abendstunden auf dem Trittbrett einer S-Bahn vom Bahnhof-Borsdorf in Richtung Leipzig-Engelsdorf mit. Als die Einsatzkräfte die beiden Jugendlichen am Bahnhof Borsdorf festgestellt wurden, wurden umgehend die Erziehungsberechtigten Personen informiert. Bei der Durchsuchung wurden mehrere Tatmittel sichergestellt, darunter ein Smartphone mit diversen Videoaufnahmen und Fotos, welche bei der Aktion gefertigt wurden. Auch in den frühen Montagabendstunden wurden wieder zwei unbekannte "Subway-Surfer" festgestellt. Diese kletterten am Haltepunkt Plagwitz auf die Kupplung einer S-Bahn. Dabei wurden sich durch einen Bahnmitarbeiter erwischt. Dieser hielt zunächst eine Person fest, jedoch riss sich der Tatverdächtige los. Anschließend konnten beide Personen flüchten. Hinweise von Zeugen nimmt die Bundespolizeiinspektion Leipzig gern telefonisch unter 0341 99799 0 oder per E-Mail unter bpoli.leipzig@polizei.bund.de entgegen. Bereits vor einigen Monaten berichteten wir über den tödlichen Trend des S-Bahn-Surfens, der vor allem in sozialen Netzwerken gefeiert wird. Dabei kommt es immer wieder zu tragischen Unfällen. Die Bundespolizei weist daher noch einmal auf die erheblichen Gefahren, die damit einhergehen hin: Es sind nicht nur die offensichtlichen Risiken, wie das Herabstürzen vom Zug, welche das S-Bahn-Surfen so gefährlich machen. Auch Hindernisse, wie Tunnel oder Querbalken können zu schweren oder tödlichen Verletzungen führen. Zudem bieten die Oberleitungen Gefahren für Leib und Leben. Selbst ohne direkte Berührung können Stromüberschläge den Surfer treffen und zu schwersten, oftmals auch tödlichen Verletzungen führen. In der Regel leitet die Bundespolizei Ermittlungsverfahren ein. Möglich ist aber auch die Verfolgung vom S-Bahn-Surfen als Ordnungswidrigkeit. Hier kann ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro erhoben werden. Die Bundespolizei warnt eindringlich vor dem lebensgefährlichen Trend und hat gegen die beiden Vermummten ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an. "Train-Surfing" ist kein Trendsport, sondern ein Spiel mit dem Tod! Rückfragen bitte an: Bundespolizeiinspektion Leipzig Luisa Liebold Telefon: 0341 271497-507 E-Mail: presse.leipzig@polizei.bund.de