Borken – Botschaften zielen aufs Herz: Symposium zum Puppenspiel in der Polizei in Borken abgehalten
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"Wir tragen die Verantwortung für die Sekunden, die über die Sicherheit der Kinder entscheiden." Kerstin Hassel brachte es anschaulich auf den Punkt, worum es den Polizeipuppenspielerinnen und Polizeipuppenspielern geht - dass ihre Botschaften ankommen und haften bleiben.
Die Vorsitzende des VPKV eröffnete am Donnerstag in der Jugendburg im Borkener Ortsteil Gemen ein besonderes Symposium. Zum 32. Mal hatten sich dazu zahlreiche Puppenspielerinnen und Puppenspieler aus Deutschland, der Schweiz und Belgien eingefunden. Sie alle sind zusammengeschlossen im "Verein zur Förderung der Methode Puppenspiel in der Kriminal- und Verkehrsprävention". In diesem Jahr hatten die Teilnehmenden den Weg ins westliche Münsterland gefunden - aus gutem Grund: Die Polizeipuppenbühne Borken blickt auf ihr 40-jähriges Bestehen.
Eindringlich warb Kerstin Hassel als Vorsitzende für das Puppenspiel als Methode der Prävention: "Emotionale Vermittlung ist genauso wichtig wie kognitive." Im Ernstfall könne das so Erlernte eine entscheidende Rolle spielen, wenn beispielsweise ein Kind am Straßenrand den Gefahren des Autoverkehrs gegenüberstehe. Kerstin Hassel hob vor diesem Hintergrund die Bedeutung der Kooperation hervor, die der VPKV mit der Polizei NRW geschlossen habe: "Ein starkes Signal!" Kooperationen mit verschiedenen Akteuren seien unerlässlich - eine solche bestehe auch mit der NRW-Initiative "Sicher im Straßenverkehr".
Die Vorsitzende dankte ausdrücklich allen Unterstützern und Sponsoren ebenso wie den engagierten Mitstreiterinnen aus Borken, Iris Röckinghausen und Julia Nöthling, die die viertägige Veranstaltung maßgeblich vorbereitet hatten.
"Ob in der Verkehrssicherheit, im Brandschutz oder in der sozialpädagogischen Arbeit - Sie erreichen insbesondere Kinder auf eine Weise, die nachhaltig wirkt", wandte sich der Borkener Landrat Dr. Kai Zwicker an die Anwesenden im Rittersaal. Die Puppe sei dabei ein ganz besonderes Werkzeug: Sie vermittle Botschaften und Verhaltensweisen unmittelbar, niedrigschwellig und ohne erhobenen Zeigefinger".
"Der VPKV ist ein Partner, der Verantwortung übernimmt", unterstrich Polizeidirektorin Friederike Evers, stellvertretende Verkehrsreferentin im Ministerium des Innern NRW. Generationen von Kindern hätten auch durch das Puppenspiel gelernt, wie sie sich sicher im Straßenverkehr bewegen. Sie wünschte dem Symposium einen guten Verlauf, um Menschen zusammenzubringen, die etwas bewegen wollen.
Ein ganz besonderes Grußwort hatte Annegret Krauskopf mitgebracht. Die Ehrenvorsitzende des VPKV blickte auf die Entwicklung des Verbands zurück. Dabei erinnerte sie daran, wie die Aktiven Entwicklungen vorangebracht und auch um Mittel für die Methode Puppenspiel gekämpft hätten. Ihr besonderer Dank galt Kerstin Hassel als ihrer Nachfolgerin für ihre engagierte und erfolgreiche Arbeit.
Zu den Ehrengästen der feierlichen Eröffnung zählten neben den genannten auch Paul Albers, Abteilungsleiter Polizei Borken, Polizeioberrat Markus Szech, Teildezernatsleiter LZPD NRW, Dr. Patrick Wüstefeld, Unfallkasse NRW, und Jörg Weinrich, Landesverkehrswacht NRW. Die Moderation übernahm Isabelle Groß de Garcia. Einen anschaulichen Einblick in die Geschichte und Wirkung des Puppenspiels vermittelte Emilien Truche. Er begeisterte mit Auszügen einer Lecture-Performance. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Polizeikinderchor Ahaus, den das Publikum mit großem Beifall für den packenden Gesang belohnte.
Nach der Eröffnung standen in den Folgetagen vier Workshops im Vordergrund - mit den Themenfeldern Puppenspiel, Stimme, Spielfreude und Stückerarbeitung. Eine Präsentation der Ergebnisse setzte am Sonntag den Schlusspunkt. (to)
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