Bocholt – Falsche Microsoft-Mitarbeiter erbeuten Geld

Ein Mann aus Bocholt ist am vergangenen Dienstag Opfer sogenannter "Microsoft-Betrüger" geworden. Der Geschädigte erschien am Freitag auf einer Polizeiwache und erstattete Anzeige. Nach Angaben des Mannes habe sich während der Arbeit am Computer plötzlich der Bildschirm "aufgehängt" beziehungsweise gesperrt. Kurz darauf erhielt er einen Anruf von angeblichen Mitarbeitern eines Softwareunternehmens. Die Täter behaupteten, es liege ein technisches Problem am Computer vor. Um den Rechner zu "reparieren", forderten sie eine Geldüberweisung. Der Geschädigte überwies daraufhin einen mittleren dreistelligen Geldbetrag. Zusätzlich gewährte er den Tätern einen Fernzugriff auf seinen Computer. Dabei wurden nach seinen Angaben verschiedene Programme installiert. Später meldeten sich die Unbekannten erneut telefonisch und erklärten, der Computer sei nun repariert. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein. Die Polizei warnt erneut eindringlich vor dieser bekannten Betrugsmasche: Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert telefonisch Kontakt zu Kunden auf, um angebliche Computerprobleme zu beheben. Gewähren Sie unbekannten Personen niemals einen Fernzugriff auf Ihren Computer. Leisten Sie keine Zahlungen aufgrund telefonischer Aufforderungen unbekannter Personen. Beenden Sie verdächtige Gespräche sofort. Trennen Sie den Computer bei einem Verdacht vom Internet und lassen Sie das Gerät durch Fachleute überprüfen. Informieren Sie umgehend Ihre Bank, falls bereits Zahlungen erfolgt sind. (pl) Kontakt für Medienvertreter: Kreispolizeibehörde Borken Sandra Biedermann (sb), Leonie Dreier (ld), Julia Hoffboll (jh), Markus Hüls (mh), Peter Lefering (pl), Thorsten Ohm (to), Ann-Christin Osterholt (ao), Johanna von Raesfeld (jr)