Integrativer Fahrradkontrolltag in Ahaus – Polizei setzt Schwerpunkt zur Verkehrssicherheit
Große Polizeitransporter, Beamtinnen und Beamte im Einsatzanzug - verwundert dürfte mancher am Montag in Ahaus auf diesen Anblick reagiert haben. Was bei Castor-Transporten dort inzwischen Normalität darstellt, hatte in diesem Fall jedoch einen ganz anderen Hintergrund: Mit starken Kräften hat die Polizei die Sicherheit von Rad- und Pedelecfahrenden in den Blick genommen.
Am Montag, den 18.05.2026, führte der Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Borken gemeinsam mit Unterstützungskräften der Bereitschaftspolizeihundertschaft aus Gelsenkirchen einen integrativen Fahrradkontrolltag im Bereich des Wachstandortes Ahaus durch. Die Kontrollen fanden im Rahmen des wiederkehrenden Schwerpunktkontrolltages zur Senkung der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Rad- und Pedelecfahrenden statt. Der Kreis Borken zählt seit Jahren zu den besonders betroffenen Regionen bei Verkehrsunfällen mit Rad- und Pedelecfahrenden. Die Bekämpfung dieser Unfallursachen steht daher weiterhin im Mittelpunkt der Verkehrssicherheitsarbeit der Kreispolizeibehörde Borken und wird strategisch besonders in den Fokus genommen. Kreisweit finden regelmäßig entsprechende Sonderkontrollen statt.
Im Rahmen des Kontrolltages unterstützten auch dieses Mal Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei die Maßnahmen vor Ort. Durch ihre besondere Einsatzkleidung sowie die eingesetzten Fahrzeuge dürfte dies bei einigen Bürgerinnen und Bürgern für Verwunderung gesorgt haben. Die Unterstützung durch die Bereitschaftspolizei dient jedoch ausschließlich der Verstärkung der Verkehrssicherheitsarbeit und der Durchführung umfangreicher Kontrollmaßnahmen. Neben der Ahndung von Verkehrsverstößen lag ein weiterer Schwerpunkt auf der Prävention und Aufklärung. So führten die eingesetzten Kräfte zahlreiche verkehrsdidaktische Gespräche mit Verkehrsteilnehmenden. Darüber hinaus überprüften sie Fahrräder und Pedelecs hinsichtlich möglicher Eigentumsdelikte. Hinweise auf entwendete Fahrräder oder Pedelecs ergaben sich dabei nicht. Zusätzlich erfolgten gezielte Geschwindigkeitsüberwachungen an neuralgischen Stellen im Stadtgebiet.
Im Rahmen der Maßnahmen stellten die eingesetzten Kräfte insgesamt 62 Verkehrsverstöße fest. Davon entfielen 32 Verstöße auf Rad- und Pedelecfahrende. Hierbei wurden neun Verwarnungsgelder erhoben sowie 23 Elternbriefe gefertigt. Weitere 30 Verstöße wurden bei Kraftfahrzeugführenden festgestellt, darunter: 8 Handyverstöße, 3 Verstöße gegen die Gurtpflicht, 2 Verstöße hinsichtlich fehlender Kinderrückhaltesysteme, 2 Verstöße gegen die Ladungssicherung, 2 Fälle des Erlöschens der Betriebserlaubnis. Darüber hinaus registrierten die Beamtinnen und Beamten insgesamt 253 Geschwindigkeitsüberschreitungen. Hieraus resultierten 178 Verwarnungsgelder sowie 75 Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Insgesamt hielt die Polizei dabei 92 Fahrzeuge an.
Die Kreispolizeibehörde Borken wird auch künftig Schwerpunktkontrollen dieser Art durchführen, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden nachhaltig zu erhöhen. (pl)
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