(UL) Ulm – Beim Schmieren am Ulmer Münster ertappt / Am Mittwoch wurde am helllichten Tag ein 83-Jähriger auf frischer Tat in Ulm erwischt.

Gegen 14.30 Uhr hielt sich der Senior am Haupteingang des Ulmer Münster auf. Der Mann sprühte mit grüner Farbe ein Zeichen (nach unten geöffneter Halbkreis mit aufgesetztem Kreuz) auf den Steinboden unmittelbar vor dem Gittertor zum Haupteingang. Dabei wurde er von einem Zeugen beobachtet. Der verständigte eine Mitarbeiterin des Münsters. Die Frau stellte den Senior mit der Sprühdose in der Hand fest und rief umgehend die Polizei. Nach kurzer Diskussion und Vorlage seines Ausweises verließ der Mann die Örtlichkeit noch vor Eintreffen der Polizei. Die hat nun Ermittlungen gegen den 83-Jährigen wegen Sachbeschädigung aufgenommen. Ein Sachschaden lässt sich derzeit nicht beziffern. Graffiti an Hauswänden, auf Straßenschildern oder Zugwaggons sind zumeist nicht nur illegal, da ohne Einwilligung der Eigentümer angebracht und haben damit strafrechtliche Konsequenzen, sie können zudem auch beträchtliche finanzielle Folgen für die zumeist jugendlichen Sprayer haben. Eltern sollten ihre Kinder deshalb über die Folgen illegaler Graffiti aufklären. Denn illegale Graffiti gelten als Sachbeschädigung, bei der schnell ein Schaden von mehreren tausend Euro entstehen kann, für die der Verursacher - wird er erwischt - aufkommen muss. Wird bei einer Gruppe von Sprayern nur ein Täter überführt, haftet dieser für den gesamten Schaden. Für die entstandenen Kosten sind illegale Sprayer 30 Jahre lang schadenersatzpflichtig. Tipps gibt die Polizei im Internet unter www.polizei-beratung.de. ++++1000996 (JC) Bernd Kurz, Tel. 0731/188-1111 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Ulm E-Mail: ulm.pp@polizei.bwl.de