BPOLI DD: Nach Attacke im Railjet – Tatverdächtiger flieht mit S-Bahn nach Bad Schandau und wird festgenommen
Am Dienstagmorgen, dem 2. Juni 2026, kam es in einem internationalen Reisezug auf der Strecke von Berlin nach Dresden zu einem polizeilichen Einsatz. Gegen 09:30 Uhr führte das aggressive Verhalten eines Fahrgastes im Railjet zu erheblichen Störungen des Zugbetriebs sowie zur Gefährdung von Mitreisenden. Nach den bisherigen Erkenntnissen bespuckte ein 46-jähriger tschechischer Staatsangehöriger unvermittelt eine 37-jährige deutsche Staatsbürgerin. Im weiteren Verlauf des Geschehens versuchte der Mann, einen 72-jährigen deutschen Reisenden körperlich zu attackieren.
Bei der Einfahrt des Zuges in den Bahnhof Dresden-Neustadt entzog sich der Tatverdächtige zunächst durch Flucht dem Zugriff. Die anschließende Befragung des Zugbegleitpersonals durch die alarmierten Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Dresden ergab zudem, dass der 46-Jährige die Fahrt ohne einen gültigen Fahrausweis angetreten hatte.
Durch Zeugenhinweise konnte ermittelt werden, dass der Beschuldigte seine Flucht mit einer S-Bahn in Fahrtrichtung Bad Schandau fortgesetzt hatte. Bundespolizisten der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel wurden umgehend informiert. Bei der planmäßigen Ankunft des Zuges um 10:43 Uhr konnte der Tatverdächtige durch die dortigen Einsatzkräfte direkt am Bahnsteig festgestellt und vorläufig festgenommen werden.
Gegen den tschechischen Staatsangehörigen wurden Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung sowie des Erschleichens von Leistungen eingeleitet. Die weiteren Ermittlungen werden durch die Bundespolizeiinspektion Dresden geführt.
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