Betrüger locken mit hohen Gewinnen – Senior verliert mehr als 8.500 Euro
Ein 74-jähriger Mann aus Düren erschien am Mittwoch (03.06.2026) zur Anzeigenerstattung auf der Polizeiwache Düren. Er wurde Opfer eines Anlagebetrugs im Internet. Die Täter versprachen hohe Gewinne mit einer vermeintlichen Geldanlage und erbeuteten so mehrere tausend Euro.
Nach Angaben des Geschädigten war er im April 2026 auf eine Internetseite aufmerksam geworden, auf der Investitionen in Geldanlagen beworben wurden. Zunächst investierte er 249 Euro. Kurze Zeit später wurde ihm mitgeteilt, seine Anlage habe einen Gewinn von rund 111.000 US-Dollar erzielt.
Um sich diesen angeblichen Gewinn auszahlen lassen zu können, sollte der Mann jedoch zunächst eine Gebühr in Höhe von 8.500 Euro entrichten. Die Täter begründeten dies mit einer angeblich erforderlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamtes. Der 74-Jährige überwies daraufhin das Geld.
Erst als ihm die Forderung ungewöhnlich vorkam, kontaktierte er das Finanzamt. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass es ein solches Verfahren nicht gibt und auch die von den Betrügern genannte Person dort nicht beschäftigt ist. Die Kommunikation mit den Tätern erfolgte unter anderem über WhatsApp.
Die Polizei warnt vor unseriösen Geldanlageangeboten im Internet:
- Seien Sie misstrauisch bei außergewöhnlich hohen
Gewinnversprechen.
- Seriöse Geldanlagen garantieren keine hohen Renditen innerhalb
kurzer Zeit.
- Zahlen Sie niemals Gebühren, Steuern oder sonstige Kosten im
Voraus, um angebliche Gewinne ausgezahlt zu bekommen.
- Überprüfen Sie Anbieter sorgfältig und informieren Sie sich über
deren Seriosität.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und holen Sie im
Zweifel unabhängigen Rat ein.
- Brechen Sie den Kontakt ab, wenn immer neue Zahlungen gefordert
werden.Betrüger nutzen häufig professionell gestaltete Internetseiten und geben sich als Finanzexperten oder Mitarbeiter von Behörden aus. Wer Zweifel an einem Angebot hat, sollte sich frühzeitig beraten lassen und keine Zahlungen leisten.
Rückfragen bitte an:
Polizei Düren
Pressestelle
Telefon: 02421 949-1100
Fax: 02421 949-1199