BPOLI L: Betrug am Bankautomaten – Leipziger Bundespolizei ermittelt und warnt
Die Bundespolizei warnt Reisende vor Betrugsdelikten. Tätergruppierungen sprechen gezielt Reisende, insbesondere im Bereich von Geld- oder Fahrausweisautomaten auf Bahnhöfen an und täuschen eine Notlage vor.
Ein aktueller Fall vom 4. Juni 2026 am Leipziger Hauptbahnhof verdeutlicht die Vorgehensweise. Mehrere Personen baten einen Reisenden, der gerade Bargeld an einem Geldautomaten abhob, um finanzielle Unterstützung für die Weiterreise. Der Geschädigte übergab Bargeld, erhielt das zugesagte Rückgeld jedoch nicht.
Im Rahmen der Ermittlungen konnten die Tatverdächtigen innerhalb kurzer Zeit durch die Bundespolizei identifiziert werden. Dabei spielte unter anderem Bildmaterial aus der permanenten Videoüberwachung am Leipziger Hauptbahnhof eine entscheidende Rolle.
Nach bisherigen Erkenntnissen schildern die Täter gegenüber den unbescholtenen Reisenden unterschiedliche Notlagen, beispielsweise den Verlust von Bahntickets, Reisedokumenten, Geldbörsen oder Bankkarten. Teilweise werden auch gesundheitliche Probleme oder fehlende finanzielle Mittel für die Weiterreise vorgetäuscht.
Eine weitere Betrugsvariante besteht in einer angeblich sofortigen Überweisung per Smartphone. Die Täter bieten an, dem Geschädigten den Betrag elektronisch zu überweisen und bitten ihn im Gegenzug, Bargeld am Geldautomaten abzuheben. Die Überweisung wird jedoch nicht ausgeführt oder lediglich vorgetäuscht.
Die Täter treten häufig in Gruppen auf und sprechen überwiegend Englisch oder gebrochenes Deutsch.
Die Bundespolizei empfiehlt, bei entsprechenden Ansprachen misstrauisch zu sein, keine Bargeldgeschäfte mit unbekannten Personen einzugehen und bei verdächtigen Sachverhalten umgehend die Polizei oder Sicherheitskräfte im Bahnhof zu verständigen.
Wer Opfer einer solchen Straftat geworden ist oder entsprechende Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten, sich bei der Bundespolizei oder der örtlich zuständigen Polizeidienststelle zu melden.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeiinspektion Leipzig
Dirk Eidam
Telefon: 0341 271497-108
E-Mail: presse.leipzig@polizei.bund.de