Gemeinsame Pressemitteilung der Bundespolizei und der Landespolizei Hamburg zur Gewaltprävention und zur Kontrolle des Waffenverbots im ÖPNV
Am 20.06.2026 führte die Bundespolizeiinspektion Hamburg gemeinsam mit der Landespolizei Hamburg in der Zeit von 17:00 Uhr bis 24:00 Uhr einen Schwerpunkteinsatz zur Gewaltprävention und zur Kontrolle des Waffenverbots im ÖPNV rund um den Hamburger Hauptbahnhof durch.
Die Kontrollen hatten das Ziel, einerseits das Dunkelfeld des Mitführens gefährlicher Gegenstände aufzuhellen und andererseits die klare Botschaft zu vermitteln, dass im Bahnverkehr (ÖPNV) Waffen jeglicher Art nichts zu suchen haben!
Die Maßnahmen wurden durch ca. 50 DB-Sicherheitsdienst- und Hochbahnmitarbeiter unterstützend flankiert. Über 50 Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Landespolizei Hamburg konnten gemeinsam folgende Feststellungen erzielen.
- rund 600 Personenkontrollen/ Durchsuchungen
- 25 Sicherstellungen (davon: 7 x Messer, 4x Reizstoffsprühgeräte)Besondere Feststellungsergebnisse der Kontrollmaßnahmen:
1) Gegen 18:10 Uhr leistete ein 19-jähriger Marokkaner Widerstand
gegen die Kontrollmaßnahme, sodass er bei der Durchsuchung zu
Boden gebracht werden musste. Zudem beleidigte und bedrohte er
die Einsatzkräfte mit Worten. Er musste nach Abschluss der
polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen werden. Gegen ihn
wurde ein Strafverfahren (Straftatverdacht: Widerstand gegen
Vollstreckungsbeamte, Bedrohung und Beleidigung) eingeleitet.
Die weiteren Ermittlungen werden vom Ermittlungsdienst der
Bundespolizeiinspektion Hamburg geführt. 2) Eine Überprüfung der Personalien einer 32-jährigen Frau ergab
eine Ausschreibung zur Festnahme. Die wegen der Straftat
"Betrug" Gesuchte musste eine Geldstrafe in Höhe von 350 EUR
(70 Tagessätze zu je 5 EUR) bezahlen. Die deutsche
Staatsangehörige konnte die Geldstrafe bezahlen und musste
daher keine Ersatzfreiheitsstrafe antreten. Bei dem 33-jährigen
Begleiter der festgenommenen Person konnten zudem 8
Konsumeinheiten mit weißer Substanz (Speed) bei der
Durchsuchung aufgefunden und sichergestellt werden. Gegen den
deutschen Staatsangehörigen wurde ein Strafverfahren wegen
Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Hier
werden die weiteren Ermittlungen durch das zuständige LKA der
Landespolizei Hamburg geführt.Entsprechende Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren wurden durch die eingesetzten Polizeibeamten eingeleitet
Die Bundespolizeiinspektion Hamburg und die Landespolizei Hamburg werden auch zukünftig wiederkehrend und unangekündigt entsprechende Einsätze gemeinsam mit ihren Verbundpartnern durchführen, um Verstöße konsequent zu ahnden und die Bürgerinnen und Bürger weiter zu sensibilisieren.
WL
Rückfragen bitte an:
Pressesprecher
Woldemar Lieder
Telefon: 0173-678 34 61
E-Mail: pressestelle.hamburg@polizei.bund.de
Bundespolizeiinspektion Hamburg
Wilsonstraße 49 - 53b
22045 Hamburg