Dubiose Angebote von Pelz- und Goldankäufen / Polizei und Gewerbeamt Goslar schreiten ein
Bezüge:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56518/6002308
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/56518/6006126
In der Vergangenheit hatten immer wieder dubiose Geschäftemacher auch im Landkreis Goslar mit ganzseitigen Anzeigen in der Tageszeitung für Pelz- und Goldankäufe geworben und darin Tageshöchstpreise versprochen. Vornehmlich ältere Menschen werden davon angelockt und tappen dabei häufig in eine Falle.
Aufgrund polizeilich bekannter Verschleierungshandlungen in diesem Deliktsbereich deckten die polizeilichen Ermittlungen jedoch jeweils schnell den Verdacht der betrügerischen Absicht auf. Im Rahmen erster Ermittlungen wurde unter anderem festgestellt, dass die in der Anzeige hinterlegte Rufnummer auf eine mutmaßliche Fake-Personalie, also eine nicht existente Person, registriert ist.
Nachdem nun erneut eine solche Annonce erschienen war, suchten das Gewerbeamt Goslar und die Polizei heute gemeinsam die angemieteten Geschäftsräume in der Marktstraße auf. Bei der Kontrolle bestätigte sich der strafrechtliche Anfangsverdacht: Der vermeintliche Anschlussinhaber konnte vor Ort nicht angetroffen werden und die anwesende Person gab an, den Vertrag selbst abgeschlossen zu haben und die Rufnummer zu nutzen.
Gegen den 19-jährigen Mann aus Solingen wurde ein Strafverfahren wegen Fälschung beweiserheblicher Daten eingeleitet. Zudem lag dem Gewerbeamt keine Anmeldung vor, so dass die weitere Ausübung des Gewerbes untersagt wurde.
Weitere polizeiliche Ermittlungen ergaben ferner, dass die vermeintlichen Kaufleute beim Kontakt mit Interessenten versuchen, an deren Namen und Adressen zu gelangen. So können sie deren Wohnungen aufsuchen, um an weitere Schmuck- und Wertgegenstände zu gelangen. Teilweise werden bereits in diesen nebulösen Annoncen auch Hausbesuche angeboten. In weiteren Fällen waren die verwendeten Goldwaagen nicht geeicht.
Die Polizei warnt ausdrücklich davor, auf solche Angebote einzugehen und gibt folgende Tipps:
- Seien Sie misstrauisch, wenn der Warenankauf stets nur für
wenige Tage angeboten wird.
- Das angebliche Interesse an Pelzen ist meist nur ein Türöffner.
Da, wo Pelze sind, werden auch Gold oder andere Wertgegenstände
vermutet.
- Meistens finden sich in solchen Anzeigen oder Beilagen nur
Telefonnummern oder eine Adresse. Verifizierbare Kontaktdaten
sucht man vergeblich.
- Wenden Sie sich für den Verkauf von Schmuck oder Pelzwaren immer
an autorisierte Fachgeschäfte.
- Handeln Sie niemals alleine, beteiligen Sie immer einen
Angehörigen oder eine Vertrauensperson an etwaigen Gesprächen.
- Geben Sie niemals Auskünfte über Wertsachen oder Bargeld in
Ihrem Besitz.
- Vermeiden Sie Verkaufsgespräche in ihrer Wohnung, lassen Sie
keine fremden Personen in ihre Wohnung
- Notieren Sie sich das Autokennzeichen des Käufers, wenn Sie bei
den Verkaufsverhandlungen ein ungutes Gefühl haben.Rückfragen bitte an:
Polizeiinspektion Goslar
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 05321/339104
E-Mail: pressestelle@pi-gs.polizei.niedersachsen.de