Kriminalpolizei ermittelt Tatverdächtigen nach Raubserie zum Nachteil älterer Menschen – Haftbefehl vollstreckt

Nach umfangreichen Ermittlungen hat die Hagener Kriminalpolizei einen 44-jährigen Hagener als Tatverdächtigen einer Serie von Raub- und versuchten Raubdelikten zum Nachteil älterer Menschen ermittelt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hagen erließ ein Richter des AG Hagen am Freitag (10.07.2026) Haftbefehl gegen den polizeibekannten Mann. Dieser konnte rund zwei Stunden später vollstreckt werden. Der Tatverdächtige wurde einer Justizvollzugsanstalt zugeführt. Der 44-Jährige wird als Tatverdächtiger zu insgesamt sechs Raub- und versuchten Raubdelikten geführt, die sich zwischen dem 22. Juni und dem 03. Juli 2026 im Hagener Stadtgebiet ereignet haben. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen wählte der Tatverdächtige gezielt ältere Menschen als Opfer aus. Teilweise sprach er sie zunächst unter einem Vorwand an und zeigte dabei Zettel oder eine Stadtkarte vor, um sie abzulenken. In anderen Fällen griff er die Senioren unvermittelt von hinten an. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte er es insbesondere auf Halsketten, Handtaschen und Geldbörsen abgesehen. Den Auftakt der mutmaßlichen Serie bildet ein Raub in der Straße Bredelle am 22.06.2026. Eine 82-jährige Frau war nach einer Busfahrt zu Fuß unterwegs, als sie von hinten angegriffen wurde. Der Täter packte sie am Hals, und riss ihr die Goldkette vom Hals. Anschließend versuchte er, ihre Handtasche zu entwenden. Das Eingreifen aufmerksamer Zeugen verhinderte die weitere Tatausführung. (Bereits veröffentlichte Pressemitteilung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30835/6300260) Am 26.06.2026 kam es am Graf-von-Galen-Ring zu einem versuchten Raub auf eine 88-jährige Frau. Nachdem sie zuvor eine Bank besucht hatte, wurde sie an der Ausfahrt eines Parkhauses in ihrem Fahrzeug von einem Mann angesprochen, der mehrere DIN-A4-Blätter in den Händen hielt. Plötzlich griff er durch das geöffnete Autofenster nach ihrer Goldkette und versucht ihr diese gewaltsam zu entreißen. Die Geschädigte reagierte geistesgegenwärtig und konnte durch die geöffnete Schranke fliehen. Sie blieb unverletzt. (Bereits veröffentlichte Pressemitteilung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30835/6305338) Ebenfalls am 26.06.2026 wurde ein 84-jähriger Mann auf dem Weg vom Einkauf in der Mariengasse von hinten angegriffen. Der Täter griff in dessen Hosentasche, stieß den Senior zu Boden und entwendete anschließend dessen Geldbörse mit unter anderem Bargeld. Der Geschädigte verletzte sich bei dem Sturz am Handgelenk. (Bereits veröffentlichte Pressemitteilung: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/30835/6304506) Am 03.07.2026 setzte sich die mutmaßliche Tatserie fort. In der Königstraße wurde eine 85-jährige Frau vor ihrem Wohnhaus zunächst angesprochen und gefragt, ob sie Uhren kaufen wolle. Als sie dies ablehnte und gehen wollte, wurde sie von hinten in den Hausflur gedrängt. Dort riss ihr der Täter die Halskette vom Hals und flüchtete. Nur wenige Stunden später versuchte der Tatverdächtige in der Bolohstraße einer 79-jährigen Frau die Handtasche zu entreißen. Zuvor hatte er sie unter einem Vorwand nach einer Adresse gefragt. Anschließend drängte er sie gewaltsam in den Hausflur und versuchte, ihr die Handtasche zu entreißen. Die Geschädigte rief laut um Hilfe, woraufhin der Täter flüchtete. Die sechste Tat ereignete sich ebenfalls am 03.07.2026 in der Spinngasse in der Hagener Innenstadt. Ein 81-jähriger Mann verstaute gerade seinen Rollator im Kofferraum seines Fahrzeugs, als er von dem Tatverdächtigen unter Vorhalt einer Stadtkarte und mehrerer Zettel nach dem Weg gefragt wurde. Plötzlich griff der Mann nach der Umhängetasche des Seniors und flüchtete. Während der Flucht stieß er mit einer Passantin zusammen und verlor die Tasche. Ein Zeuge beobachtete den Vorfall und händigte sie dem Geschädigten unmittelbar wieder aus. Im Rahmen der Ermittlungen führte das zuständige Kriminalkommissariat 13 die einzelnen Strafverfahren zusammen. Durch die Auswertung von Spuren, Zeugenhinweisen und weiteren Ermittlungsansätzen verdichtete sich in wenigen Tagen der Tatverdacht gegen den polizeibekannten 44-jährigen Hagener. Die Ermittlungen dauern an. (sch) Rückfragen bitte an: Polizei Hagen Pressestelle Telefon: 02331 986 15 15 E-Mail: pressestelle.hagen@polizei.nrw.de X: WhatsApp-Kanal: