Niederbayern: Gewalt gegen Polizeibeamte – Lagebild 2025 im Polizeipräsidium Niederbayern
NIEDERBAYERN. Innenminister Joachim Herrmann veröffentlichte am Mittwoch, 01.07.2026, gemeinsam mit Justizminister Georg Eisenreich im Rahmen einer Pressekonferenz das bayerische Lagebild 2025 – Gewalt gegen Polizeibeamte (GewaPol), in welchem auch die folgenden Zahlen aus dem Bereich des Polizeipräsidiums Niederbayern enthalten sind.
Rückgang der Fallzahlen und der Anzahl der Verletzten – dennoch ist jeder Angriff einer zu viel
Im Berichtsjahr 2025 wurden in Niederbayern 588 Fälle registriert, bei denen Polizeibeamte, überwiegend aus dem Wach- und Streifendienst, Geschädigte von physischer und/oder psychischer Gewalt wurden. Gegenüber 2024 (652 Fälle) entspricht dies einem Rückgang der Fallzahlen um 9,8 Prozent.
Von den registrierten Delikten entfielen 337 Fälle auf körperliche Gewalt (2024: 387), darunter Körperverletzungen (22), Widerstandshandlungen (120), tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte (193) sowie Raubdelikte (2). Darüber hinaus verzeichneten die niederbayerischen Dienststellen 191 Beleidigungen (2024: 203) und 29 Bedrohungen (2024: 33).
Im Zusammenhang mit den in 2025 statistisch erfassten GewaPol-Fällen waren 1.443 Polizeibeamte betroffen, 163 weniger gegenüber dem Vorjahr, was einem Rückgang von 10,1 Prozent entspricht. 251 Polizeibeamte wurden im Berichtsjahr verletzt, einer davon schwer (2024: 172). Dies führte niederbayernweit zu insgesamt 312 Dienstausfalltagen (2024: 278 Dienstausfalltage).
„Der Rückgang der Fallzahlen sowie die gesunkene Zahl verletzter Einsatzkräfte sind eine erfreuliche Entwicklung. Dennoch bleibt jeder Angriff auf unsere Kolleginnen und Kollegen einer zu viel! Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte setzen sich täglich für die Sicherheit der Menschen in Niederbayern ein und verdienen dafür Respekt statt Gewalt. Deshalb werden wir bei der Bekämpfung von Gewalt gegen unsere Einsatzkräfte auch künftig nicht nachlassen und konsequent gegen entsprechende Straftaten vorgehen.“, so Polizeipräsident Roland Kerscher.