BPOLD FRA: „It’s a bomb“ – Scherz mit Folgen
Am 17. Juli wollte ein 38-jähriger Rumäne über den Flughafen Frankfurt am Main zurück in sein Heimatland reisen. Durch einen schlechten Scherz hatte er selbst seine Weiterreise vorübergehend verhindert.
Bei der Luftsicherheitskontrolle hatte das Sicherheitspersonal das Gepäck des Mannes nachkontrolliert, da ein Sprengstofftest zunächst positiv anschlug. Auf dem Monitorbild wurde zudem ein Gegenstand abgebildet, dessen Gefährlichkeit nicht ausgeschlossen werden konnte.
Erschwerend kam hinzu, dass der Koffer mit einem Zahlenschloss verriegelt war, dessen Code dem Besitzer nicht bekannt war.
Nachdem das Gepäckstück geöffnet werden konnte, eine erste Gefahr durch die hinzugezogenen Bundespolizisten ausgeschlossen wurde und es sich bei dem Gegenstand augenscheinlich um eine Musikbox handelte, unterbrach der Rumäne die manuelle Kontrolle des Gegenstandes mit den Worten: "It's a bomb."
Eine solche Aussage lässt bei den Einsatzkräften sofort die Alarmglocken schrillen: Die Kontrolle musste noch einmal von vorne beginnen. Dieses Mal unter ganz enger polizeilicher Aufsicht.
Nach allen polizeilich erforderlichen Maßnahmen wurde das Gepäckstück erneut als ungefährlich eingestuft. Gegen den 38-jährigen Rumäne wurde ein Strafverfahren eingeleitet, er wurde von seinem Flug ausgeschlossen und anschließend aus dem Sicherheitsbereich verwiesen.
Hinweis: Äußerungen über Bomben oder andere gefährliche Gegenstände sind kein Scherz. Sie lösen umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen aus und können strafrechtliche Ermittlungen, den Ausschluss vom Flug sowie erhebliche Regressforderungen nach sich ziehen.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt am Main
Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit
Katja Tsyhanok
E-Mail: presse.flughafen.fra@polizei.bund.de