Festnahme nach Anruf eines Falschen Polizeibeamten
Eichenzell. Am Montag (20.07.), gegen 19.35 Uhr, kontaktierten dreiste Betrüger eine 57-Jährige aus der Gemeinde Eichenzell und gaben vor, dass sie von der Polizei seien. Ein der Dame unbekannter Mann gaukelte ihr vor, dass ihre Vermögenswerte in Gefahr seien und diese durch die Polizei abgeholt und in Sicherheit gebracht werden würden.
Die 57-Jährige durchschaute die Masche schnell und kontaktierte die Leitstelle des Polizeipräsidiums Osthessen per Notruf. Parallel hielt die Dame das Gespräch mit den Betrügern und vereinbarte in Absprache mit der Kriminalpolizei eine fingierte Geldübergabe an ihrer Wohnanschrift.
Durch umgehend alarmierte und hinzugezogene zivile Einsatzkräfte, konnte eine 26-Jährige deutsche Staatsbürgerin aus dem Landkreis Minden-Lübbecke festgenommen werden. Zwecks der Durchführung weiterer polizeilicher Maßnahmen brachten die Beamten die junge Dame auf die Polizeistation Fulda und führten sie dem dortigen Polizeigewahrsam zu.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Fulda wurde die 26-Jährige nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen am Dienstagmorgen (21.07.) aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Die weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.
Ihre Polizei warnt :
Trickbetrug ist vielfältig.
- Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst
mit Namen vorstellt oder als Polizeibeamter beziehungsweise
Person der Justiz ausgibt, den Sie als solchen nicht erkennen.
- Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr
Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert.
- Rufen Sie die Polizei an.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte
Personen.
- Informierten Sie Angehörige, Verwandte und Bekannte über die
aktuelle Anrufwelle.Die Täter passen ihr Vorgehen an Ängste der potentiellen Opfer an, wodurch sie deren höchstpersönlichen Lebensbereich tangieren. Anhaltende Telefonate mit den Tätern während der Betrugshandlung verhindern den Kontakt mit nahestehenden Personen. Hierdurch wird der Betrugsirrtum aufrecht erhalten und Opfer sind bereit hohe Wertbeträge zu zahlen.
Folgen, wie Rückzug aus der Gesellschaft und Schamgefühl bieten Trickbetrügern eine Plattform. Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden. Scheuen Sie sich nicht die Polizei beim Verdacht eines Betrugs zu informieren.
Informationen zum Trickbetrug finden Sie auf der Internetseite https://ppoh.polizei.hessen.de/Ueber-uns/Regionales/Regional-Informiert/
(Lukas Rech)
Kontakt:
Polizeipräsidium Osthessen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Severingstraße 1-7, 36041 Fulda
Telefon: 0661 / 105-1099
E-Mail: poea.ppoh@polizei.hessen.de
(nur Mo. bis. Fr. - tagsüber)
Zentrale Erreichbarkeit:
Telefon: 0661 / 105-0
X: