W Gemeinsame Presseerklärung Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal – Untersuchungshaft nach Betrug an Senioren
Am 21.07.2026 wurde ein mutmaßlicher Betrüger (20) im Bereich
Uellendahl festgenommen.
Am 17.07.2026 wurde ein Ehepaar (w 76, m 78) durch unbekannte
Tatverdächtige, die vorgaben Bankmitarbeiter und Polizisten zu sein,
um einen fünfstelligen Euro-Betrag betrogen. Neben der telefonischen
Kontaktaufnahme kommunizierten die Betrüger über einen
Messenger-Dienst. Die Senioren übergaben einem falschen
Polizeibeamten das Geld an ihrer Wohnanschrift.
In den folgenden Tagen wurde das Ehepaar wiederholt telefonisch und
per Textnachrichten zu weiteren Zahlungen aufgefordert. Da sie in der
Zwischenzeit den Betrug bemerkt und die Polizei informiert hatten,
konnte am 21.07.2026, gegen 16:40 Uhr, im Nachgang einer weiteren
geplanten Übergabe der 20-jährige Moldauer festgenommen werden.
Der 20-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem
zuständigen Haftrichter vorgeführt, der antragsgemäß
Untersuchungshaft anordnete.
Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei ihm nicht um den
Mann, der am 17.07.2026 das Geld an der Tür entgegengenommen hatte.
Dieser wird als circa 30 Jahre alt und 1,70m groß beschrieben. Er hat
eine stämmige Statur und trug zur Tatzeit dunkle Locken, ein
schwarzes Hemd, eine schwarze Hose, dunkle Schuhe und sprach
akzentfreies Deutsch.
Zeugen und Hinweisgeber, die sachdienliche Hinweise zur Tat oder zum
Täter am 17.07.2026 machen können, werden gebeten, sich unter der
0202 / 284 0 bei der Polizei zu melden.
An dieser Stelle möchten wir noch einmal die Chance nutzen, auf die
Präventionskampagne "Gut Aufgelegt! Telefonbetrug kann jeden treffen"
der Polizei Wuppertal aufmerksam machen.
https://t1p.de/iwfxv
- Tief durchatmen, auch wenn die Geschichte noch so dramatisch
klingt.
- Legen Sie beim geringsten Zweifel auf! Rufen Sie selbst die Polizei
unter der 110 an!
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und seien Sie
misstrauisch, wenn Sie von einem unbekannten Anrufer mit einem
beunruhigenden Sachverhalt und finanziellen Forderungen konfrontiert
werden.
- Sprechen Sie nicht mit Betrügern - sondern mit Ihren Angehörigen:
Fragen Sie bei Ihren richtigen Angehörigen persönlich nach oder
ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
- Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre persönlichen und
finanziellen Verhältnisse.
- Denken Sie daran: Die Polizei ruft Sie niemals unter der
Polizeinotrufnummer 110 an! Das machen nur Betrügerinnen und
Betrüger!
- Die Polizei nimmt niemals Geld, Schmuck oder Wertgegenstände
entgegen. Erst recht nicht als Kaution.Rückfragen bitte an:
Staatsanwaltschaft Wuppertal
Frau Staatsanwältin
Angelina Engel
0202/5748-450