Waffenverbotszone und Gaststätten im Fokus: Umfangreiche Kontrollen im Rahmen der Innenstadtoffensive

lei) Wenn in den Abend- und Nachtstunden zahlreiche Menschen in Hanau unterwegs sind und sich das Leben in Bars, Gaststätten oder auf belebten Plätzen abspielt, rückt auch die Sicherheit verstärkt in den Fokus der Polizei. Um Präsenz zu zeigen, Straftaten und Ordnungsverstöße frühzeitig zu erkennen sowie das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken, führten Einsatzkräfte des Polizeireviers Hanau gemeinsam mit Kräften des Hessischen Polizeipräsidiums Einsatz sowie der Stadtpolizei Hanau in der Nacht zum Mittwoch umfangreiche Kontrollen durch. Im Mittelpunkt standen dabei die Waffenverbotszone sowie mehrere Gaststätten im Stadtgebiet. Im Bereich der Waffenverbotszone kontrollierten die Einsatzkräfte insgesamt 32 Personen. Dabei stellten sie einen Verstoß gegen die dort geltenden Bestimmungen fest: Ein 32 Jahre alter Mann führte unerlaubt ein Tierabwehrspray mit sich, was er abgeben musste. Im weiteren Verlauf nahmen die Beamtinnen und Beamten sieben Gaststätten unter die Lupe. Insgesamt überprüften sie dort 85 Personen. Dabei stellten sie die Personalien von zwei Männern (19 und 35 Jahre) fest, die von Behörden gesucht waren, da sie keine ladungsfähige Postanschrift hatten. Außerdem nahmen sie einen 33-Jährigen fest, der sich nun in einer Justizvollzugsanstalt befindet; gegen ihn lag ein Haftbefehl wegen einer exhibitionistischen Handlung vor. Darüber hinaus ahndeten die Einsatzkräfte zwei Ordnungswidrigkeiten und stellten den Führerschein eines 24-Jährigen sicher. Gegen den Mann hatte eine norddeutsche Bußgeldstelle bereits ein Fahrverbot verhängt. Außerdem wurde in einem Lokal ein sogenannter "Schnellbucher" sichergestellt. Hierbei handelt es sich um einen manipulierten Geldspielautomaten, der etwa durch einen externen Schalter oder Tastendruck - Spielpunkte oder Einsätze extrem schnell und ohne die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen aufbucht. Man wirft quasi Geld ein und kann sofort mit hohen Einsätzen ohne Wartezeit spielen. Diese verstößt gegen die geltenden glücksspielrechtlichen Vorschriften, da sie unter anderem das Suchtpotenzial der Geräte erheblich erhöht. Zudem wurden vier Ordnungswidrigkeiten aufgrund von Auffälligkeiten an Spielautomaten und CO-Warnern festgestellt. In einem Betrieb ordnete die Stadt die Anbringung eines Hinweisschildes zur Videoüberwachung an. Besonders gravierend waren die Feststellungen in einer Gaststätte: Dort beanstandeten die Kontrollkräfte erhebliche Hygienemängel und einen insgesamt schlechten Betriebszustand. Die zuständigen Behörden prüfen nun, ob die Gaststätte dauerhaft geschlossen wird. Die Kontrollmaßnahmen wurden von zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern positiv aufgenommen. Viele der angesprochenen Passantinnen und Passanten äußerten sich zustimmend zu der verstärkten Präsenz von Landes- und Stadtpolizei. Hintergrund: Zur Stärkung der Sicherheit und des subjektiven Sicherheitsgefühls in den Innenstädten hat die Hessische Landesregierung das Sofortprogramm "Innenstadtoffensive gegen Kriminalität" ins Leben gerufen. Im Rahmen der Initiative erhöht die Polizei in besonders kriminalitätsbelasteten Bereichen unter anderem durch verstärkte Kontrollen den Kontrolldruck. Zudem werden bestehende Präventionsmaßnahmen ausgebaut und durch weitere Maßnahmen ergänzt. Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südosthessen - Pressestelle - Spessartring 61 63071 Offenbach am Main Telefon: 069 / 8098 - 1210 (Sammelrufnummer) Thomas Leipold (lei) - 1201 oder 0160 / 980 00745 Felix Geis (fg) - 1211 oder 0162 / 201 3806 Claudia Benneckenstein (cb) - 1212 oder 0152 / 066 23109 Maximilian Edelbluth (me) - 1213 oder 0160 / 96487309 Fax: 0611 / 32766-5014 E-Mail: pressestelle.ppsoh@polizei.hessen.de