(BC) Biberach/B30 – Autofahrerin passt nicht auf / Eine Leichtverletze und rund 10.000 Euro Schaden ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls von Mittwoch bei Biberach.

Gegen 7.30 Uhr fuhr eine 46-Jährige mit ihrem BMW auf der B30 in Richtung Ravensburg. An der Ausfahrt Hochdorf fuhr sie von der B30 ab, um nach links auf der Kreisstraße 7563 in Richtung Appendorf weiterzufahren. Auf der Kreisstraße war eine 17-Jährige mit ihrem Kleinkraftrad in Richtung Biberach unterwegs. Die Jugendliche befand sich auf der Vorfahrtstraße. An der Einmündung hielt die Autofahrerin zunächst an, so Zeugen gegenüber der Polizei. Danach setzte die 46-Jährige ihre Fahrt fort und übersah dabei wohl die bevorrechtigte Zweiradfahrerin. Die prallte in die linke hintere Seite des BMW. Bei dem Zusammenstoß zog sich die 17-Jährige leichte Verletzungen zu. Der Rettungsdienst brachte sie in eine Klinik. Die mutmaßliche Unfallverursacherin blieb unverletzt. Das Kleinkraftrad war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Polizei Biberach schätzt den Schaden am dem Zweirad auf rund 6.000 Euro, den am Auto auf ca. 4.000 Euro. In Baden-Württemberg und Deutschland zählt die Unfallursache "Vorfahrt und Vorrang" in den letzten Jahren regelmäßig zu den Hauptursachen bei Verkehrsunfällen, auch mit tödlichen Folgen. Die Ursachen für Vorfahrtsverletzungen sind vielfältig und reichen von der falschen Einschätzung der Verkehrs- und Rechtslage bis zur Unaufmerksamkeit im entscheidenden Moment. Es werden Abstände und Fahrgeschwindigkeiten der bevorrechtigten Fahrzeuge falsch eingeschätzt oder aber zu früh auf das richtige Verhalten des Wartepflichtigen vertraut. Deshalb muss, wer die Vorfahrt zu beachten hat, rechtzeitig durch sein Fahrverhalten zu erkennen geben, dass er warten wird. Weiterfahren darf nur, wer übersehen kann, dass er den Vorfahrtsberechtigten weder gefährdet noch wesentlich behindert. Eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr, ob als Kraftfahrer, Fahrradfahrer oder Fußgänger, erfordert jederzeit die volle Konzentration auf das Verkehrsgeschehen. ++++1862208(TH) Rückfragen bitte an: Bernd Kurz Polizeipräsidium Ulm Tel.: 0731 188 1111 E-Mail: ulm.pressestelle@polizei.bwl.de WhatsApp: