Ludwigsburg: 20-Jähriger leistet nach Polizeikontrolle Widerstand und verletzt Polizisten und Diensthündin
Im Verlauf einer Routinekontrolle mehrerer Personen am Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) in Ludwigsburg am Montagabend (05.10.2026) gegen 20:10 Uhr kam es zu einem tätlichen Angriff auf Vollstreckungsbeamte, bei dem zwei Diensthundeführer und auch die Diensthündin verletzt wurden.
Eine 22-jährige Frau und zwei 21 und 22 alte Männer sollten einer Kontrolle unterzogen werden. Der 20-jährige Mann gab an, keinen Ausweis bei sich zu haben, worauf er nach Ausweisdokumenten durchsucht werden sollte. Unvermittelt versuchte er sich der Kontrolle zu entziehen und rannte davon. Der 49 Jahre alte Polizeibeamte brachte den 20-Jährigen hierauf zu Fall, um die Flucht zu unterbinden. Als der Polizeihundeführer nun versuchte ihn zunächst zu fixieren, schlug und trat der 20-jährge Tatverdächtige gezielt nach dem 49-jährige Polizisten und traf ihn im Gesicht. Sein hinzueilender 23-jährige Kollege wurde von einem Faustschlag an der Schulter getroffen. Im weiteren Verlauf schlug und trat der Tatverdächtige derart unkontrolliert um sich, dass eine Fixierung nicht möglich war, er sich erneut losriss und flüchtete.
Die Polizeibeamten nahmen gemeinsam mit der Diensthündin zu Fuß die Verfolgung über die Karlstraße auf. Im weiteren Verlauf konnte die Flucht durch die Diensthündin im Bereich eines Schulhofs eines Gymnasiums gestoppt werden, indem sie den 20-Jährigen biss. Da sich der 20-Jährige weiterhin massiv gegen den 23 Jahre alten Beamten und die Diensthündin wehrte, gelang es erst mit Hilfe seines hinzukommenden 49-jährigen Kollegen den Tatverdächtigen schlussendlich zu fixieren und vorläufig festzunehmen.
Beide Polizeibeamten erlitten Verletzungen. Der 49 Jahre alte Polizeibeamte ist bis auf weiteres nicht dienstfähig. Auch die Diensthündin ist vorerst nicht dienstfähig, da Verletzungen festgestellt wurden.
Im Zuge des tätlichen Angriffs erlitt auch der 20-jährige deutsche Staatsangehörige Verletzungen, die ärztlich versorgt wurden. Gegen ihn wird nun unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ermittelt. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wurde er auf freien Fuß gesetzt. Möglicherweise war ein psychischer Ausnahmezustand ursächlich für die Tat. Die Ermittlungen dauern an.
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