Seniorin durch angebliches Fluch-Ritual um mehrere Tausend Euro betrogen – Polizei warnt vor Betrugsmasche

Eine 68-jährige Frau aus Euskirchen ist am Mittwoch (7. Oktober) Opfer eines Betrugs geworden. Eine bislang unbekannte Tatverdächtige sprach die Frau in der Euskirchener Innenstadt an und täuschte ihr vor, sie sei verflucht. Der angebliche Fluch könne auch auf ihren Sohn übergehen, wenn sie kein Ritual durchführen lasse. Die Tat ereignete sich am Mittwoch zwischen 14 und 16 Uhr im Bereich der Veybachstraße in Euskirchen. Um den vermeintlichen Fluch abzuwenden, forderte die Unbekannte die Frau auf, mehrere Tausend Euro in ein Küchentuch zu wickeln und ihr zu übergeben. Die Geschädigte kam der Aufforderung nach und übergab das Geld an die Tatverdächtige. Die Unbekannte band das Tuch mit einem Faden zu, sprach vermeintlich magische Worte und gab es anschließend an die 68-Jährige zurück. Die Frau sollte über Nacht auf dem Küchentuch und dem angeblich gesegneten Geld schlafen. Als die Geschädigte am nächsten Morgen das Tuch öffnete, stellte sie fest, dass das Bargeld verschwunden war. Stattdessen befanden sich darin Papiertücher. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei warnt: Lassen Sie sich nicht durch angebliche Flüche, Unglücksvorhersagen oder vermeintlich notwendige Rituale unter Druck setzen. Betrügerinnen und Betrüger nutzen gezielt Ängste und die Sorge um Angehörige aus, um ihre Opfer zur Herausgabe von Geld oder Wertgegenständen zu bewegen. Präventionshinweise: - Bewahren Sie Ruhe und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Behauptungen über Flüche oder drohendes Unglück sind kein Grund, Geld oder Wertgegenstände herauszugeben. - Übergeben Sie niemals Bargeld oder Schmuck an fremde Personen, auch nicht für angebliche Rituale, Segnungen oder Reinigungen. - Seien Sie misstrauisch, wenn Fremde Geld verlangen und dabei Angst um Ihre Familie schüren. Lassen Sie sich nicht von emotionalen Drohungen beeinflussen. - Beenden Sie das Gespräch und schaffen Sie Abstand. Suchen Sie bei Bedarf ein Geschäft oder einen anderen belebten Ort auf und bitten Sie um Unterstützung. - Sprechen Sie mit Angehörigen und Vertrauenspersonen über verdächtige Begegnungen. Gerade ältere Menschen sollten über solche Betrugsmaschen informiert sein. - Informieren Sie die Polizei, wenn Sie einen Betrugsversuch beobachten oder selbst betroffen sind. Wählen Sie bei akuter Gefahr die 110. Erstatten Sie auch nach einem bereits erfolgten Betrug Anzeige und sichern Sie vorhandene Hinweise.Wer verdächtige Beobachtungen im Zusammenhang mit der beschriebenen Tat gemacht hat oder Hinweise zur bislang unbekannten Tatverdächtigen geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Euskirchen per E-Mail unter poststelle.euskirchen@polizei.nrw.de oder telefonisch unter 02251 799-0 zu melden. Rückfragen von Medienvertretern bitte an: Kreispolizeibehörde Euskirchen - Pressestelle - Telefon: 0 22 51 / 799-299 Fax: 0 22 51 / 799-90209 E-Mail: pressestelle.euskirchen@polizei.nrw.de Internet: