Polizei stellt betrügerisch erlangtes Wohnmobil sicher

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Coburg und des Polizeipräsidiums Oberfranken BAD STAFFELSTEIN, LKR. LICHTENFELS. Ein Betrüger brachte eine 65-Jährige aus Burgkunstadt beim Verkauf ihres Wohnmobils um knapp 60.000 Euro. Die Kriminalpolizei Coburg ermittelte einen Tatverdächtigen. Seit diesem Wochenende hat die Geschädigte ihr Wohnmobil wieder. Im Mai 2026 inserierte eine 65-jährige Frau aus Burgkunstadt ein Wohnmobil für knapp 60.000 Euro auf einer Verkaufsplattform im Internet. Einige Zeit später meldete sich ein Interessent bei ihr. Im September folgten ein Treffen sowie eine Probefahrt in Bad Staffelstein. Im Anschluss daran willigten beide Parteien in den Kauf ein. Nach der Übergabe des Wohnmobiles brach der Kontakt zum Käufer ab. Ebenso erhielt die Geschädigte die vereinbarte fünfstellige Geldsumme nicht. Ende September erstattete sie daher Anzeige bei der Polizei. Die Kriminalpolizei Coburg nahm die Ermittlungen zunächst gegen einen unbekannten Mann auf, da sich herausstellte, dass der damalige Käufer einen falschen Namen angegeben hatte. Es erhärtete sich jedoch schnell der Tatverdacht gegen einen 70-jährigen Deutschen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg erließ das Amtsgericht Coburg Anfang Oktober einen Durchsuchungsbeschluss für das Wohnanwesen des Tatverdächtigen in Baden-Württemberg. Polizeibeamte aus Baden-Württemberg fanden das Wohnmobil der Geschädigten und stellten es sicher. Vergangenes Wochenende erhielt die Geschädigte ihr Wohnmobil wieder zurück. Der Tatverdächtige muss sich wegen des Verdachts des Betruges strafrechtlich verantworten. Die Polizei rät: Seien Sie bei Fahrzeugverkäufen besonders aufmerksam. Schließen sie einen Kaufvertrag ab und prüfen Sie die Identität von Kaufinteressenten sorgfältig. Übergeben Sie Fahrzeug und Fahrzeugpapiere erst, wenn Sie die vereinbarte Summe in Bargeld erhalten haben oder die Überweisung von ihrer Bank bestätigt wurde.