Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Mosbach und des Polizeipräsidiums Heilbronn

Walldürn: Tatverdächtiger nach Betrug in Untersuchungshaft Nachdem ein 61-Jähriger aus Walldürn am Donnerstag Opfer eines Betrugs durch falsche Bankmitarbeiter wurde, konnten am Freitag zwei Tatverdächtige festgenommen werden. Das Opfer wurde am Donnerstagnachmittag telefonisch von einer Frau kontaktiert, die sich als Mitarbeiterin seiner Bank ausgab. Sie teilte dem 61-Jährigen mit, dass es mehrere Hackerangriffe auf sein Konto gegeben habe. Um weitere Angriffe zu verhindern, sollte sich der Mann in seinem Online-Banking anmelden und der vermeintlichen Bankmitarbeiterin seine Zugangsdaten übermitteln. In der Folge wurde eine Überweisung eines fünfstelligen Geldbetrags auf ein fremdes Konto veranlasst und durch den Geschädigten bestätigt. Nachdem der Betrug erkannt worden war, verständigte der Mann noch am selben Tag seine Bank und veranlasste die Sperrung seines Kontos. Am Freitagvormittag erstattete der Mann beim Polizeiposten Walldürn Anzeige. Noch während der Sachverhaltsaufnahme informierte die Bank die Polizei darüber, dass sich zwei Männer in der Walldürner Filiale aufhielten, die offenbar weiteres Geld von dem Empfängerkonto abheben wollten. Die beiden Tatverdächtigen konnten daraufhin von Beamten des Polizeipostens Walldürn in der Bank angetroffen und vorläufig festgenommen werden. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen 37-jährigen ukrainischen und einen 17-jährigen rumänischen Staatsangehörigen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mosbach wurde der 37-Jährige einem Haftrichter vorgeführt. Dieser erließ den beantragten Untersuchungshaftbefehl, weshalb der Tatverdächtige in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert wurde. Ob und ggf. in welcher Form der 17-Jährige beteiligt war, ist noch Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Der 17-jährige Tatverdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die weiteren Ermittlungen des Kriminalkommissariats Mosbach dauern an. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor falschen Bankmitarbeitern und gibt folgende Tipps: - Bankmitarbeiter werden Sie niemals telefonisch nach Passwörtern, PINs, TANs oder anderen Zugangsdaten zum Online-Banking fragen. - Geben Sie am Telefon niemals sensible Bank- oder Zugangsdaten preis und bestätigen Sie keine Überweisungen oder sonstigen Transaktionen auf Aufforderung eines Anrufers. - Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie im Zweifelsfall das Gespräch. - Rufen Sie Ihre Bank anschließend selbst unter einer Ihnen bekannten oder auf der offiziellen Internetseite der Bank angegebenen Telefonnummer zurück. Nutzen Sie nicht die Rückruffunktion Ihres Telefons. - Lassen Sie sich nicht von einer im Display angezeigten Telefonnummer täuschen. Betrüger können durch technische Manipulationen den Eindruck erwecken, der Anruf stamme tatsächlich von Ihrer Bank. - Installieren Sie auf Aufforderung eines Anrufers keine Programme oder Apps und gewähren Sie keinen Fernzugriff auf Computer, Smartphone oder Tablet. - Übergeben Sie niemals Bargeld, Bankkarten oder andere Wertgegenstände an vermeintliche Bankmitarbeiter oder von diesen angekündigten Abholer. - Informieren Sie bei einem Betrugsverdacht umgehend Ihre Bank und die Polizei. Wurden bereits Zugangsdaten weitergegeben oder Transaktionen durchgeführt, sollte das betroffene Konto beziehungsweise der Online-Banking-Zugang schnellstmöglich gesperrt werden. Grundsätzlich gilt: Werden Sie bei einem unerwarteten Anruf zu schnellen Entscheidungen, zur Herausgabe persönlicher Daten oder zur Durchführung von Bankgeschäften gedrängt, legen Sie auf und kontaktieren Sie Ihre Bank selbst. Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Heilbronn Telefon: +49 (0) 7131 104-1010 E-Mail: HEILBRONN.PP.STS.OE@polizei.bwl.de