BPOLI L: ICE großflächig besprüht und Nothämmer entwendet – Polizeihubschrauber führt Einsatzkräfte zum Tatort
Im Rahmen eines Einsatzes zum Schutz kritischer Infrastruktur beobachtete ein Polizeihubschrauber mehrere Personen, die sich im Bereich der Leipziger Werkstätten Straße (OT Engelsdorf) abgestellter Züge aufhielten. Die Besatzung leitete die am Boden eingesetzten Bundespolizisten zum Tatort.
Vor Ort stellten die Einsatzkräfte fest, dass drei Personen, darunter zwei bislang unbekannte Tatverdächtige, drei Wagen eines ICE auf einem Abstellgleis auf einer Gesamtfläche von etwa 180 Quadratmetern mit Graffiti besprüht hatten.
Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich die Tatverdächtigen zudem auf bislang unbekannte Weise Zugang zu den Wagenabteilen und entwendeten Nothämmer. Im Zuge der polizeilichen Maßnahmen konnten bei einem 17-jährigen Deutschen insgesamt 20 Nothämmer sowie ein Stoffstück mit Schriftzug aufgefunden werden. Bei dem Stoff handelt es sich mutmaßlich um einen Teil eines Sitzbezugs.
Bei der anschließenden Absuche des Tatortes fand die Leipziger Bundespolizei weitere Beweismittel und mögliche Tatmittel. Hierzu gehörten unter anderem Farbrollen, Farbeimer, Abrollgitter, eine Teleskopleiter und Spraydosen. Im Inneren der betroffenen Wagen wurden zudem Plomben der Nothämmer aufgefunden.
Die Ermittlungen zu den weiteren Beteiligten sowie zu den genauen Tatumständen dauern an.
Der entstandene Sachschaden ist bislang nicht abschließend beziffert.
Die Leipziger Bundespolizei weist darauf hin, dass das unbefugte Betreten von Gleisanlagen lebensgefährlich ist. Zudem können entwendete Nothämmer im Ernstfall für Reisende fehlen und dadurch die Sicherheit beeinträchtigen.
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Luisa Liebold
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