Falscher Polizeibeamter erbeutet EC-Karten und PIN – Polizei sucht Zeugen

Ein bislang unbekannter Täter hat am Donnerstag (29. Oktober) in Lippstadt unter dem Vorwand, Polizeibeamter zu sein, die EC-Karten eines Seniors erbeutet. Anschließend wurde eine Abbuchung in Höhe von 1000 Euro vorgenommen. Die Polizei warnt vor der Betrugsmasche und sucht Zeugen. Gegen 10:15 Uhr erhielt der Geschädigte einen Anruf auf seinem Festnetztelefon. Ein Mann stellte sich mit dem Namen Lopez vor und gab an, von der örtlichen Polizei zu sein. Er berichtete von diversen Straftaten im Wohnumfeld des Seniors. Um diesen vor möglichen Straftaten zu schützen, müsse man nun seine Debitkarte abholen. Kurz darauf erschien ein weiterer Mann an der Wohnanschrift des Geschädigten in der Boschstraße. Dieser stellte sich als Stutz vor und sprach ebenso wie der Anrufer akzentfreies Deutsch. Der Senior händigte dem Unbekannten zwei EC-Karten aus, die zu seinem Konto gehörten. Zudem teilte er dem Mann mündlich seine PIN mit. Als der Geschädigte den Unbekannten nach einem Ausweis fragte, verließ dieser die Wohnung und kehrte nicht zurück. Nachdem dem Senior Zweifel gekommen waren, kontaktierte er seine Sparkasse. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass es sich um einen Betrug handelte. Zudem war bereits um 10:45 Uhr in einer Sparkassenfiliale in Erwitte ein Betrag in Höhe von 1000 Euro von seinem Konto abgebucht worden. Der Täter, der sich in der Wohnung aufgehalten hatte, wird wie folgt beschrieben: Männlich Etwa 180 cm groß Normale Statur Kurze, glatte, hellbraune Haare Keine Brille Kein Bart Keine Kopfbedeckung Graue Jacke Das Alter des Mannes konnte der Geschädigte nicht einschätzen. Die Polizei bittet Zeugen, die am Donnerstag gegen 10:15 Uhr im Bereich der Boschstraße in Lippstadt verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu dem beschriebenen Mann geben können, sich unter der Telefonnummer 02941 91000 bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle entgegen. So schützen Sie sich vor falschen Polizeibeamten: Die Polizei wird Sie niemals am Telefon auffordern, Ihre Bankkarte, Bargeld oder Wertgegenstände zur vermeintlichen Sicherung herauszugeben. Auch die PIN Ihrer Bankkarte wird von Polizeibeamten niemals erfragt. Geben Sie am Telefon keine persönlichen Daten, Bankdaten oder PINs preis. Übergeben Sie niemals Ihre Bankkarte, Bargeld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Beenden Sie im Zweifel das Gespräch. Rufen Sie selbst bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle an. Nutzen Sie dafür die Ihnen bekannte Telefonnummer und nicht eine Nummer, die Ihnen der Anrufer nennt. Seien Sie besonders vorsichtig, wenn angebliche Polizeibeamte von Straftaten in Ihrer Nachbarschaft berichten und Ihnen anbieten, Ihre Wertsachen oder Bankkarten in Sicherheit zu bringen. Sprechen Sie mit Angehörigen, Freunden und Nachbarn über diese Betrugsmasche. Gerade ältere Menschen sollten über die Vorgehensweise der Täter informiert sein. Wer bereits Bankkarten oder persönliche Daten herausgegeben hat, sollte umgehend seine Bank informieren und die Karten sperren lassen. Bei einem akuten Betrugsverdacht verständigen Sie die Polizei über den Notruf 110. Rückfragenvermerk für Medienvertreter: Kreispolizeibehörde Soest Pressestelle Polizei Soest Marco Baffa-Scinelli Telefon: 02921 - 9100 5310 E-Mail: poea.soest@polizei.nrw.de