Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Ellwangen und des Polizeipräsidiums Aalen – Tatverdächtiger nach Schockanruf in Crailsheim festgenommen
Der Polizei in Crailsheim gelang es, am Donnerstag, einen 21-jährigen Tatverdächtigen im Zusammenhang mit einem versuchten Schockanrufbetrug festzunehmen. Der ukrainische Staatsangehörige sollte mutmaßlich bei einer 68-jährigen Frau Wertgegenstände und Bargeld abholen, die zuvor von falschen Polizeibeamten gefordert worden waren.
Zuvor hatte die 68-Jährige gegen 15 Uhr einen Anruf von einem angeblichen Polizeibeamten erhalten. Dieser behauptete, ihr Sohn habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Frau ums Leben gekommen sei. Um eine Inhaftierung ihres Sohnes abzuwenden, müsse sie eine hohe Kaution hinterlegen. Im Hintergrund war zudem eine männliche Stimme zu hören, die sich als ihr Sohn ausgab und um Hilfe rief.
Im weiteren Verlauf erkundigte sich der Anrufer nach den Vermögenswerten der Frau und forderte sie auf, Wertgegenstände und Bargeld für eine Übergabe bereitzuhalten. Später meldete sich eine weitere Person, die sich als Staatsanwältin ausgab und die Forderungen wiederholte.
Die 68-Jährige durchschaute jedoch die Betrugsmasche und verständigte ihren 76-jährigen Ehemann, der daraufhin die Polizei informierte. Auf Anweisung der eingesetzten Beamten führte sie die Gespräche zunächst weiter.
Als der 21-Jährige schließlich an der Wohnanschrift der Dame in Jagstheim erschien, um die Wertgegenstände abzuholen, griffen die Polizeibeamten ein und nahmen ihn fest.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen wurde der 21-Jährige am Freitagmittag einem Haftrichter beim Amtsgericht Crailsheim vorgeführt. Dieser setzte den beantragten Haftbefehl in Vollzug. Der Tatverdächtige wurde daraufhin in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft dauern an.
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