Lebensgefährliche Handlung – Mann kotet und uriniert im Gleisbereich
Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll am 06.11.2026 gegen 15:44 Uhr eine männliche Person (Alter: 42 Jahre) sich im Gleisbereich des Gleises 2 im S-Bahnhof Stadthausbrücke aufgehalten haben.
Zum Begehungszeitpunkt fand im S-Bahnhof Stadthausbrücke Regelbetrieb statt, sodass folglich jederzeit ein Zug auf dem betroffenen Gleis hätte verkehren können.
Aufmerksame Bahnreisende erkannten die Gefahrenlage und meldeten den Vorfall an die Bundespolizei. Durch die Bundespolizei wurden kurzzeitige Stromabschaltungen sowie Streckensperrungen für das betroffene Gleis angeordnet bis sichergestellt werden konnte, dass sich keine Person mehr im Gleisbereich befindet. Zu den bahnbetrieblichen Auswirkungen kann die Bundespolizei keine Angaben machen.
Durch eingesetzte Bundespolizeistreifen konnten auf dem Bahnsteig die zwei meldenden Zeugen sowie der Betroffene angetroffen werden. In einem Präventionsgespräch mit den Bundespolizisten über die Gefahren im Gleisbereich zeigte der Betroffene sich kooperativ. Er gab an, sich im Gleisbereich befunden zu haben, um zu koten und zu urinieren. Im Gleisbereich waren die entsprechenden Spuren erkennbar. Auch eine durchgeführte Videosichtung bestätigte den Tatablauf.
Der 42-Jährige wurde nach Durchführung des Präventionsgespräches mit einem Platzverweis für den S-Bahnhof Stadthausbrücke wieder entlassen. Gegen den polnischen Staatsangehörigen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verdachts "Unerlaubter Gleisaufenthalt" eröffnet.
Aus aktuellem Anlass warnt die Hamburger Bundespolizei wiederholt vor leichtsinnigem Verhalten an Bahnanlagen:
"Der Aufenthalt im Gleisbereich ist lebensgefährlich und verboten! Triebfahrzeugführer von Zügen können nicht ausweichen, oftmals sind die Bremswege zu lang, um ein Erfassen von Personen im Gleisbereich noch zu verhindern. Häufig gefährden sich Personen in den Gleisen durch ihr leichtsinniges Verhalten nicht nur selbst, sondern auch Reisende und Helfer. In diesem Fall hat sich der Mann auch direkt an den Stromschienen im S-Bahnbereich aufgehalten. Diese führen 1.200 V Gleichstrom. Eine Berührung ist lebensgefährlich."
WL
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