Pressebericht vom 02.02.2016

Pressebericht vom 02.02.2016 Aus dem Inhalt:

202. Zwei Serben mit Kampfhunden auf der Autobahn gestoppt – Brunnthal
-Lichtbild

203. Neue Betrugsmasche – Wohnungskautionsbetrug – Isarvorstadt

204. Handtaschenraub im Bavariapark – Ludwigsvorstadt

205. 31-jähriger Rumäne nach einem versuchten und zwei vollendeten schweren Diebstählen aus Kraftfahrzeugen zu einer Haftstrafe verurteilt
-siehe Pressebericht vom 02.06.2015, Ziffer 888

206. Straßenraub in den Optimolwerken – Berg am Laim

207. 15-jähriger Münchner findet sein gestohlenes Fahrrad bei „ebay“ wieder und verständigt die Polizei

208. Personenkontrollen am Hauptbahnhof

209. Kontrolle auf Autobahnraststätte führt zur Überführung eines Ladendiebes – Haar

210. Trickbetrügerin nach Vortäuschen einer Notlage festgenommen – Innenstadt

211. Terminhinweis: Wiederholung
Beratungen zum Thema „Einbruchschutz“



202. Zwei Serben mit Kampfhunden auf der Autobahn gestoppt – Brunnthal Schleierfahnder der Münchner Verkehrspolizei staunten nicht schlecht, als sie am Freitag, 29.01.2016, gegen 12.00 Uhr, auf der A 8 einen serbischen Fiat Stilo kontrollierten.

Im Kofferraum des Fiats lag ein jugoslawischer Hirtenhund und auf dem Rücksitz befand sich von Kleidungstücken zugedeckt eine provisorische Gitterbox in der drei Kampfhunde eingesperrt waren. Bei zwei Hunden handelte es sich um die Rasse „American Staffordshire-Bullterrier und um einen Hund der Rasse „Presa Canario“.

Die Einfuhr von American Staffordshire-Bullterrier in das Bundesgebiet ist verboten. Des Weiteren besteht der Verdacht, dass die Hundepässe nicht amtlich ausgestellt bzw. gefälscht worden sind. Außerdem sind auch die Hygiene- und Quarantänevorschriften nicht eingehalten worden. Aus diesen Gründen wurden die Hunde sichergestellt und ins Münchner Tierheim verbracht.

Im Fahrzeug befanden sich ein 25-jähriger sowie ein 28-jähriger Serbe. Gegen die beiden wurden Strafanzeigen wegen Verstoßes des Hundeverbringungs- und Einfuhrbeschränkungsgesetz sowie gegen Urkundenfälschung erstattet

203. Neue Betrugsmasche – Wohnungskautionsbetrug – Isarvorstadt Die Münchner Polizei hat bislang neun Wohnungs-kautionsbetrugsanzeigen aufgenommen. Dabei handelt es sich um vier vollendete Delikte mit einem entstandenen Schaden pro Geschädigten zwischen 4.000 bis 5.000 Euro. Bei den restlichen fünf handelt es sich um Betrugsversuche.

Die Betrugsmasche lief wie folgt ab:
Die Betrüger mieteten über das Online-Portal „airbnb.de“ eine reell existierende Mietwohnung für zwei Wochen in der Isartalstraße in München an. Im Anschluss wurde eine äußerst professionelle Vermietungsanzeige bei „ Immowelt“ geschaltet, in der vorgetäuscht wurde, dass die Wohnung zur Vermietung frei sei. Es wurden hierfür extra Bilder der Wohnung gefertigt und die Anzeige wurde sogar mit einem Lageplan der Wohnung gestaltet. Im Anschluss wurden Besichtigungstermine organisiert und durch einen äußerst professionellen wirkenden Makler als Mietobjekt präsentiert. Im Nachgang wurden den Interessenten via Email vorgetäuscht, dass sie den Zuschlag für die Wohnung erhalten haben und für die Vermietung drei Monatsmieten Kaution plus Küchenabschlagszahlung zu leisten haben. Im guten Glauben überwiesen die vermeintlichen Wohnungsmieter den Beschuldigten zwischen 4.000 bis 5.000 Euro.

Die Sachbearbeitung wurde vom Betrugskommissariat der Münchner Polizei aufgenommen und es ist davon auszugehen, dass sich noch weit mehr als neun Geschädigte bei der Polizei melden.

Diese Art des Betruges ist in München bislang noch nicht aufgetreten.

Die Münchner Polizei rät allen zukünftigen Wohnungsmietern erst bei der Schlüsselübergabe die vereinbarte Kaution zu überweisen. Des Weiteren sollte man sich einen Ausweis vorzeigen lassen.



204. Handtaschenraub im Bavariapark – Ludwigsvorstadt Am Freitag, 29.01.2016, gegen 15.20 Uhr, ging eine 53-jährige Frau, von ihrer Arbeitsstätte kommend, zu Fuß durch den Bavariapark in Richtung U-Bahnstation „Schwanthaler Höhe“. Über ihrer Schulter hing eine schwarze Sporttasche mit der Aufschrift „Diadora“.

Für die 53-Jährige völlig unvermittelt wurde sie von einem unbekannten Mann von hinten gestoßen. Gleichzeitig entriss er ihr die Sporttasche und flüchtete mit dieser in unbekannte Richtung.

Die Frau wurde durch das Schubsen nicht verletzt.

In der schwarzen Sporttasche befand sich das Portemonnaie der 53-Jährigen, in dem sich verschiedene Geldkarten, Führerschein, Ausweis und Bargeld befunden hatten.
Täterbeschreibung:
Männlich, ca. 20-40 Jahre alt, ca. 180 cm groß, schlank; bekleidet mit schwarzer Mütze und dunkler Winterkleidung (nähere Beschreibung nicht möglich)

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


205. 31-jähriger Rumäne nach einem versuchten und zwei vollendeten schweren Diebstählen aus Kraftfahrzeugen zu einer Haftstrafe verurteilt -siehe Pressebericht vom 02.06.2015, Ziffer 888

Wie bereits am 02.06.2015 berichtet, konnte ein Täter nach drei schweren Diebstählen aus Kraftfahrzeugen ermittelt werden.

Fall 1:
Im Zeitraum von Montag, 26.01.2015, 20.30 Uhr, bis Dienstag, 27.01.2015, 06.50 Uhr, schlug ein zunächst unbekannter Täter die Beifahrerscheibe eines geparkten Pkw Fiat 500 ein. Anschließend öffnete er die Beifahrertür und durchsuchte das Fahrzeug nach Wertsachen. Er fand nichts Wertvolles und flüchtete vom Tatort. Im Rahmen der Spurensicherung konnten dann humanbiologische Spuren gesichert werden.

Fall 2:
Im Zeitraum von Freitag, 07.08.2014, 19.30 Uhr, bis Samstag, 08.08.2014, 07.30 Uhr, schlug der zum damaligen Zeitpunkt unbekannte Täter die Seitenscheibe eines Pkw Mercedes Vito in München in der Gollierstraße ein. Anschließend öffnete er die Fahrertür und durchsuchte das Fahrzeug nach Wertsachen. Aus der Mittelkonsole wurde schließlich ein Mobiltelefon entwendet. Humanbiologische Spuren konnten auch hier gesichert werden.

Fall 3:
Im Zeitraum von Samstag, 10.01.2015, 18.30 Uhr, bis Sonntag, 11.01.2015, 10.30 Uhr, schlug ein zunächst unbekannter Täter die Seitenscheibe eines geparkten VW Sharan in Pullach ein. Anschließend wurde hier ein Mobiltelefon aus der Handyhalterung am Armaturenbrett entwendet.
Aufgrund der bei den Tatorten vorgefundenen humanbiologischen Spuren des Täters veranlasste das Kommissariat 55 (Diebstahl aus Kfz) beim Bayerischen Landeskriminalamt ein DNA-Direktvergleichsgutachten. Bei dem Gutachten wurde das gesicherte Spurenmaterial mit der Bestandsdatenbank verglichen und ein 31-jähriger Rumäne konnte daraufhin ermittelt werden.

Am 31.08.2015 konnte der nun zur Festnahme ausgeschriebene 31-Jährige bei einer Personenkontrolle von Polizeibeamten der Polizeiinspektion 15 (Sendling) festgenommen werden.

Der 31-Jährige wurde inzwischen vom Amtsgericht München zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten sowie einer Bewährungszeit von vier Jahren verurteilt.


207. 15-jähriger Münchner findet sein gestohlenes Fahrrad bei „ebay“ wieder und verständigt die Polizei In der Nacht von Sonntag, 13.12.2015, bis zum Morgen des nächsten Tages entwendete ein unbekannter Täter das abgeschlossene Fahrrad eines 15-jährigen Münchners aus dem Vorgarten in der Tegelbergstraße in München.

Am Donnerstag, 28.01.2016, meldete sich der 15-Jährige bei der Polizeiinspektion 23 (Giesing) und teilte den Polizisten mit, dass er sein Fahrrad bei der Aktionsplattform „ebay“ gefunden hat.

Daraufhin fuhren die Polizeibeamten zu der Verkaufsadresse in der Hugo-Troendle-Straße und ließen sich dort das Fahrrad zeigen. Aufgrund der guten Beschreibung des 15-Jährigen ließ sich das Fahrrad eindeutig als seins identifizieren. Im Anschluss sichteten die Polizisten noch die Garage und Kellerräume des Verkäufers und konnten insgesamt noch 20 weitere hochwertige Fahrräder im Gesamtwert von ca. 12.000 Euro sicherstellen.

Die zwei angetroffenen Verkäufer im Alter von 15 und 24 Jahren gaben an, Fahrräder anzukaufen und sie im Anschluss wieder zu verkaufen. Gegen sie wird wegen gewerbsmäßiger Hehlerei und Fahrraddiebstahl ermittelt. Die Polizei versucht nun die Eigentümer der aufgefundenen Fahrräder zu ermitteln.

Hinweis der Münchner Polizei:
Notieren Sie sich immer die Rahmen-Nummer ihres Fahrrades und fertigen Sie ein Foto davon an. Dies erleichtert Ihrer Polizei im Auffindungsfalle die schnelle Zuordnung sowie eine effiziente Ausschreibung in der Sachfahndung. Nutzen Sie dazu auch die neue Fahrradpass-App für Smartphones verschiedener Plattformen.


208. Personenkontrollen am Hauptbahnhof Der Haupteingang des Münchner Hauptbahnhofes, der sogenannte „Schwammerl“, ist ein beliebter Treffpunkt von häufig alkoholisierten und teilweise auch unter Drogen stehenden Personen. Durch Betteln, Pöbeln und unfreundlicher Ansprache wird das Sicherheitsgefühl der Münchner und der reisenden Touristen hier häufig beeinträchtig. Um hier gegenzuwirken führt das Münchner Polizeipräsidium regelmäßig Personenkontrollen am Hauptbahnhof durch und zeigt Präsenz.

Gestern, Montag, 01.02.2016, gegen 23.00 Uhr, wurden erneut Personenkontrollen am „Schwammerl“ durchgeführt. Hierbei kam es zu einer Ingewahrsamnahme einer 19-jährigen stark alkoholisierten Frau, die durch lautes Schreien und Flaschenwurf auffällig wurde und bei der Überprüfung wild um sich schlug und trat. Sie verletzte dabei eine Polizeibeamtin.

Im Anschluss wurde sie unter starker Gegenwehr zur Polizeiinspektion 16 (Hauptbahnhof) verbracht. Auf dem Weg dorthin und in der Zelle wehrte sie sich abermals so heftig, dass ein weiterer Beamter am Knie und eine Beamtin verletzt wurden.

Die Polizeibeamten waren weiterhin dienstfähig und die 19-Jährige verletzte sich bei dem Widerstandshandlungen nicht.

Insgesamt mussten 24 Platzverweise ausgesprochen werden. 18 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wurden erstellt und es kam zu insgesamt zwei Ingewahrsamnahmen.

Gegen die 19-Jährige wird wegen Körperverletzung und Widerstand ermittelt.


209. Kontrolle auf Autobahnraststätte führt zur Überführung eines Ladendiebes – Haar Am Montag, 01.02.2016, gegen 14.00 Uhr, überprüften Beamte der Fahndungskontrollgruppe München-Ost einen an der Autobahnraststätte Vaterstetten-Ost parkenden Pkw, Audi. Der Fahrer, ein 36-jähriger Kroate, wies sich hierbei mit seinem deutschen Führerschein und seinem kroatischen Personalausweis aus.

Auf der Rücksitzbank bemerken die Polizisten eine teure Damenjacke der Marke Bogner, in der sich noch das Preisetikett in Höhe von 979 Euro befand. Des Weiteren war auch noch der Warensicherungsanhänger an der Jacke erkennbar.

Daraufhin wurden die Polizeibeamten misstrauisch und öffneten den Kofferraum des Audi. Darin befanden sich zwei teure Lederjacken, ein neuer Anzug und verschiedene, hochwertige Pullover. An allen Bekleidungsstücken hängten noch die Preisetiketten.

Eine plausible Erklärung, wo die Ware her sei, konnte der Fahrer nicht angeben. Ihm wurde daraufhin die Festnahme erklärt.

Die Ermittlungen ergaben, dass die Bogner-Jacke am Montag, 01.02.2016 in einem Outlet-Center in Bernau entwendet war. Woher die anderen Bekleidungsgegenstände stammen, wird derzeit noch ermittelt.

Der 36-jährige Kroate wird heute zur Entscheidung der Haftfrage dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt.

Der Gesamtwert der sichergestellten Kleidung wird auf ca. 4.000 Euro geschätzt.


210. Trickbetrügerin nach Vortäuschen einer Notlage festgenommen – Innenstadt Am Montag, 01.02.2016, gegen 13.40 Uhr, fielen Beamten der operativen Taschendiebfahndung des Kommissariats 65 eine Frau auf, wie sie sich ständig umdrehte und dabei intensiv auf einen Mann in der Fußgängerzone einredete. Nach einigen Minuten begaben sie sich zu einem Geldautomaten. Nach dem der Mann offensichtlich Geld abgehoben hatte und dies der Frau übergab, sprachen die Taschendiebfahnder die Personen an.

Hierbei stellte sich heraus, dass die 27-Jährige den 30-jährigen Mann in einer Kirche kennengelernt hat und ihm ein Lügengebilde von vorhandenen Mietschulden, die sie heute noch begleichen müsse und einer notleidenden Familie erzählte. Aus christlicher Nächstenliebe sah sich der 30-jährige Student dazu veranlasst der 27-Jährigen 800 Euro auszuhändigen.

Es stellte sich heraus, dass die 27-Jährige falsche Fantasiepersonalien dem 30-Jährigen angab.

Fälle mit ähnlicher Fallkonstellation zeigten in der Vergangenheit, dass die Geschädigten, welche bevorzugt an kirchlichen Einrichtungen angesprochen wurden, immer wieder mit Notlagen konfrontiert werden, um sie um ihr Vermögen zu bringen. Auch in diesem Fall ist es wahrscheinlich, dass der 30-Jährige noch häufiger um Geld gebeten worden wäre.


211. Terminhinweis:Beratungen zum Thema „Einbruchschutz“ Die Dämmerungswohnungseinbruchszeit dauert nach wie vor an. Aus diesem Anlass informiert die Polizeiinspektion 47 erneut über dieses Thema und will die Bürger entsprechend sensibilisieren. Neben den materiellen Schäden bei Einbrüchen entstehen auch oft langwierige psychische Folgeschäden. Nicht selten müssen diese Traumata therapeutisch behandelt werden.

Sehr wichtig ist die hilfreiche Mitarbeit der Münchner Bürger. Immer wieder werden Einbrecher auf frischer Tat festgenommen, weil aufmerksame Zeugen, nachdem sie etwas Verdächtiges beobachtet, sofort zum Telefon gegriffen und die 110 gewählt hatten.
Für die Polizei ist es sehr wichtig, dass bei verdächtigen Wahrnehmungen sofort der Polizeinotruf 110 gewählt wird. In den letzten 4 Jahren ist die Zahl solcher Anrufe wegen verdächtiger Wahrnehmungen, Personen, Fahrzeugen und Geräuschen in unserer Einsatzzentrale gestiegen. Der altbewährte Slogan “Rufen Sie lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig den polizeilichen Notruf an!“ trifft auch hier zu 100% zu.

Wie kann ich mich vor einem Wohnungseinbruch schützen?

Für eine kostenlose Beratung zum Einbruchschutz stehen Ihnen unsere Experten des Kommissariates 105 - Prävention und Opferschutz - unter der Telefonnummer 089/2910-3430 zur Verfügung. Wir bemerken, dass viele Bürger ihre Wohnungen und Häuser mit entsprechender Technik einbruchssicherer machen. Darauf lässt sich die leicht erhöhte Zahl versuchter Einbrüche zurückführen. Je länger die Zeitspanne wird, die Einbrecher brauchen, um gut gesicherte Fenster und Türen gewaltsam zu öffnen, desto häufiger brechen sie ihre Taten ab. Das Risiko entdeckt zu werden, wird für Sie zu hoch.

Auch ihre Polizeiinspektion 47 (Milbertshofen) möchte sie informieren und bietet Ihnen an folgenden Tagen und Örtlichkeiten, in Form eines Informationsstandes, Beratungen an:

Mittwoch, 03.02.2016 von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr; Wochenmarkt, Karl-Köglsperger-Str., 80939 München

Dienstag, 16.02.2016 von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr; V-Markt, Maria-Probst-Str. 6, 80939 München


Quelle: Bayerische Polizei