Schwerin (ots) - Die Staat Laage darf sich ab heute nicht nur mit ihrem Wappen aus der Mitte des 14. Jahrhunderts schmücken, sondern auch mit einer eigenen Flagge. Innenminister Lorenz Caffier übergab an die Bürgermeisterin Frau Ilka Lochner-Borst die dafür nach der Kommunalverfassung M-V notwendige Genehmigung.
Der Bezug zum alten Mecklenburg ist augenscheinlich. Wie im Wappen der Stadt Laage dominiert auch in der Flagge der sogenannte Werlsche Stierkopf. Er ist das Symbol einer Seitenlinie des Mecklenburgischen Herrscherhauses.
Ihre erstmalige Erwähnung fand die Stadt im Jahr 1216, also vor genau 800 Jahren. "Das ist in der Tat ein schönes Jubiläum, um an der Seite des bereits existierenden Wappens eine Flagge zu hissen", sagte der Minister. "Die Flagge leitet sich aus dem Wappen ab. Im vorliegenden Fall handelt es sich sogar um die vorbildlichste Form einer Flagge, eine sogenannte Wappenflagge die aus heraldischer Sicht besonders erstrebenswert ist. So verdeutlicht auch die Flagge die lange Geschichte der Stadt."
Die Symbolik des Wappens - und damit der Flagge - entspricht dem Inhalt des Siegels der Stadt Laage aus dem 14. Jahrhundert. Es gibt also eine über 600 Jahre alte Linie, die zur heutigen Übergabe führt: vom Siegel über das Wappen bis hin zur jetzigen Flagge.
"Unter diesen Umständen habe ich als Innenminister der neuen Flagge gerne zugestimmt. Einer Genehmigung stand bis auf die Formalien auch nichts im Wege", so Lorenz Caffier. "Die Flagge wird das Stadtbild mit Sicherheit verschönern." Sie besteht aus gelbem Tuch und ist in der Mitte mit der Figur des Stadtwappens belegt, die zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt: ein hersehender schwarzer Stierkopf mit geschlossenem Maul und ausgeschlagener roter Zunge, zwischen dessen silbernen Hörnern eine rote Lilie aufwächst. Die Höhe verhält sich zur Länge des Flaggentuches wie 3 zu 5.
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Quelle: news aktuell / dpa