POL-LG: Presse-/ Ergebnismeldung zu einer Schwerpunktkontrolle der Regionalen Kontrollgruppe Lüneburg am 13.10.2016 auf der BAB 1 im LK Rotenburg

17.10.2016 – 14:01
POL-LG: Presse-/ Ergebnismeldung zu einer Schwerpunktkontrolle der Regionalen Kontrollgruppe Lüneburg am 13.10.2016 auf der BAB 1 im LK Rotenburg
Der Kontrollort auf der Tank- und Rastanlage Ostetal auf der BAB 1 im Landkreis Rotenburg.

Lüneburg; Rotenburg (ots) - Bereits am Donnerstag, 13. Oktober 2016 fand eine Schwerpunktkontrolle der Regionalen Kontrollgruppe Lüneburg auf der BAB 1 im LK Rotenburg statt. Zielgruppenorientiert wurde hier der gewerbliche Güter- und Personenverkehr (LKW und Fernbusse) auf der Tank- und Rastanlage Ostetal im Landkreis Rotenburg genauestens unter die Lupe genommen. Unter der Leitung von PHK Oliver Kues waren insgesamt 67 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Kontrolle beteiligt. 37 Beamtinnen und Beamte der Regionalen Kontrollgruppe Lüneburg und zwei Mitarbeiter/-innen der Diensthundführergruppe Aurich (Polizeidirektion Osnabrück) arbeiteten intensiv mit 28 benachbarten Kräften, u.a. dem Zoll (Kontrolleinheit Verkehrswege Hamburg und Finanzkontrolle Schwarzarbeit Bremen), dem Bundesamt für Güterverkehr und dem Eichamt mit der Prüfgruppe Tankwagen zusammen, und konnten so ein äußerst erfolgreiches Kontrollergebnis ausmachen.

Insgesamt wurden an diesem Tag 58 Fahrzeuge überprüft, darunter 8 Kraftomnibusse. 32 Fahrzeuge mussten beanstandet werden, in 15 Fällen wurde die Weiterfahrt zumindest zeitweise untersagt.

Neben den üblichen Verstößen wie etwa gegen die Lenk- und Ruhezeiten, gab es, wie bei jeder Kontrolle, leider auch einige negative Höhepunkte. So fiel einer Besatzung ein Fernlinienbus auf, der eine sehr bedenkliche Schräglage aufwies. Grund hierfür war ein Schaden an der Niveauregulierung. Die 28 Fahrgäste mussten den Bus auf der Rastanlage Ostetal verlassen, das Fahrzeug wurde unter Polizeibegleitung in eine Fachwerkstatt gebracht und dort repariert.

Im Rahmen der Überprüfung eines niederländischen Sattelzuges stellten die Kontrollbeamten eine konstanten Druckluftverlust im Bremskreislauf fest. Der hinzugezogen Kollege vom Technikkontrolltrupp konnte einen größeren Riss in einem Ausgleichsbehälter als Ursache ermitteln. Offensichtlich hatte der Fahrzeugführer Kenntnis von diesem Mangel, denn er hatte zuvor versucht, diesen Riss mit einem Isolierband zu verkleben. Ein definitiv untauglicher Versuch. Auch hier wurde die Weiterfahrt untersagt, ein Serviceunternehmen mit der Reparatur beauftragt.

Durch Kräfte des Hauptzollamts Hafen Hamburg wurde auf der Rastanlage Ostetal in Fahrtrichtung Hamburg ein polnischer Kleintransporter kontrolliert. Die Kollegen des Zoll stellten fest, dass der Fahrzeugführer offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Auf Bitten des Zoll übernahmen Kollegen des Drogenkontrolltrupp die weitere Bearbeitung. Ein Drogenvortest fiel positiv aus, der Fahrer mussten den Kollegen zur Autobahnwache Sittensen folgen zwecks Blutentnahme und Entrichtung einer Sicherheitsleistung.

Eine weitere Besatzung staunte nicht schlecht als sie einen Klein-LKW (6,5 t zGG) mit einem gebrauchtem PKW auf der viel zu kleinen Ladefläche feststellten. Der 67-jährige Fahrzeugführer aus Hamburg war mit seinem Lkw über die BAB 1 nach Bremerhaven unterwegs, wo die Einheit nach Chile verschifft werden sollte. Die "abenteuerliche" Ladungssicherung mit mehreren Spanngurten an nicht vorhandenen zugelassenen Zurrpunkten und der nicht geeigneten Ladefläche für den Transport eines Pkw führte zur Untersagung der Weiterfahrt. Zudem waren an dem Lkw Händlerkennzeichen (rote Kennzeichen) angebracht mit denen man laut der Fahrzeug-Zulassungsverordnung keine Fahrzeuge befördern darf und der Fahrzeugführer hatte für die aktuelle Fahrt kein Schaublatt in sein Fahrtenschreiber eingelegt. So musste der Klein-LKW samt PKW bis zur Umladung auf eine passende Transportmöglichkeit am Kontrollort verbleiben und es wurden diverse Ordnungswidrigkeitenverfahren gegen den Fahrzeugführer eingeleitet.

Das Gesamtergebnis der Kontrolle zeigt die Notwendigkeit einer beständigen und kontinuierlichen Überwaschung des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs. Aufgrund des scharfen Wettbewerbs sind die Anreize, gegen Verkehrs- und Sicherheitsvorschriften zu verstoßen, enorm hoch.

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Auf der Hude 2
21339 Lüneburg
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