Bochum/Herne/Witten (ots) - Kurz vor dem Auftakt der Karnevalssaison verkleideten sich unbekannte Männer als Techniker - sie wollten allerdings keine jecke Sause feiern, sondern ältere Damen bestehlen, was ihnen in einem Fall auch gelang.
Der erste Vorfall ereignete sich am Dienstagmorgen, 8. November, gegen 9.40 Uhr an der Franz-Vogt-Straße in Bochum. Zwei Männer klingelten dort an der Wohnungstür einer Seniorin und gaben an, wegen eines Rohrbruchs die Leitungen im Haus kontrollieren zu müssen. Einer betrat die Wohnung und bat die Bewohnerin, im Badezimmer den Hahn aufzudrehen und das Wasser auf Verschmutzungen zu überprüfen. Der falsche Techniker durchsuchte in der Zwischenzeit die Räume und verschwand schließlich. Er entwendete Bargeld.
Der Mann, der die Wohnung betreten hatte, wird wie folgt beschrieben: ca. 25 - 30 Jahre alt, 185 - 190 cm groß, keine Brille, schwarze Arbeitskleidung. Er sprach aktzentfreies Deutsch. Ganz so weit kam es beim zweiten Vorfall am Donnerstag, 10. November, in Herne glücklicher Weise nicht. Gegen 14 Uhr klopfte ein unbekannter Mann an mehreren Wohnungstüren eines Mehrfamilienhauses an der Von-der-Heydt-Straße und gab sich als Techniker eines Kabelunternehmens aus. Zwei ältere Damen öffneten - ließen sich aber nicht verschaukeln und beharrten darauf, einen Dienstausweis zu sehen. Den konnte der Mann nicht vorzeigen, weshalb er wenig später das Weite suchte.
Der Mann wird wie folgt beschrieben: ca. 30 Jahre alt, 180 cm groß, normale Statur, braune Kurzhaarfrisur. Er sprach aktzentfreies Deutsch.
Zeugenhinweise bitte an das Fachkommissariat für Wohnungsdelikte (KK13), Tel. 0234/909-4135 (außerhalb der Geschäftszeiten unter Tel. 0234/909-4441).
Trickdiebstahl in Wohnungen trifft meist ältere Menschen. Damit sie Zutritt bekommen, täuschen die Täter meist eine offizielle Funktion vor, geben an, sich in einer Notlage zu befinden oder behaupten, das Opfer zu kennen.
Die Polizei rät älteren Menschen daher: Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem Sperrriegel und lassen sie keine Fremden in die Wohnung. Wenn ein Besucher zudringlich wird, sprechen Sie laut oder rufen Sie um Hilfe. Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich einen Dienstausweis und rufen Sie im Zweifel die entsprechende Behörde an (Nummer selbst heraussuchen). Treffen Sie mit Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besuchern gegenseitig Beistand zu leisten.
Für Fragen steht Ihnen das Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz unter Tel. 0234/909-4040 zur Verfügung. Unter dieser Rufnummer sind auch die Seniorensicherheitsberater zu erreichen.
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