POL-LG: Arbeitstagung von Polizei und Justiz zu aktuellen Kriminalitätsentwicklungen und Herausforderungen

11.11.2016 – 14:50

Lüneburg (ots) - In der letzten Woche trafen sich rund 40 Leiterinnen und Leiter von Polizei, Landeskriminalamt, Hauptzollamt sowie den Staatsanwaltschaften und Gerichten aus dem Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Lüneburg. "Arbeitstagung zu aktuellen Kriminalitätsentwicklungen und Herausforderungen" lautete der Titel des Symposiums, welches nach langer Pause auf Initiative des Lüneburger Polizeipräsidenten Robert Kruse erstmals wieder stattgefunden hat.

Er knüpfte damit an die Tradition früherer Jahre an. Bereits in den 1990-er Jahren hatte die damalige Bezirksregierung Lüneburg Führungskräfte der Gerichte, der Staatsanwaltschaften und der Polizei zu einem jährlichen Erfahrungsaustausch zusammengeführt. Diese damaligen Treffen hatten zu deutlichen Fortschritten zum Beispiel bei der Bekämpfung der Organisierten Kriminalität geführt und Wirkungen weit über den damaligen Regierungsbezirk hinaus entfaltet.

Die Bekämpfung der Kriminalität ist ständigen Wandlungen unterworfen. Dies gilt sowohl für die sich verändernden Kriminalitätsphänomene als auch für die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, zu denen auch die Strafverfolgung gehört. Die Veränderungsgeschwindigkeit und die quantitativen und qualitativen Anforderungen nehmen hierbei ständig zu. Umso wichtiger ist es, dass sich die staatlichen Akteure der Kriminalitätsbekämpfung über ihre Sicht auf die Kriminalitätsphänomene austauschen, ohne die aus gutem Grund und mit großem Erfolg praktizierten Trennungsvorgaben in Frage zu stellen.

Auf der Agenda standen folglich Vorträge und Diskussionen über aktuell bedeutsame Kriminalitätsphänomene und künftig auf die Strafverfolgungsbehörden zukommende Herausforderungen. Nach der Begrüßung durch PP Robert Kruse mit einer kurzen Vorstellung der Strategie2020 stellte KHK Gordon Roeder die speziellen Maßnahmen zur Bekämpfung des Wohnungseinbruchsdiebstahles am Beispiel der Polizeiinspektion Harburg vor. Im Anschluss standen aktuelle Themen im Fokus: u.a. wurden Anwendungsbeispiele für die sogenannte Hauptverhandlungshaft bei reisenden Tätergruppierungen erörtert und erste Schritte zum Vorgehen gegen die sogenannten Reichsbürger wurden diskutiert. Das Thema "Gewalt gegen Polizeibeamte" wurde mit einem praxisorientierten Vortrag unterlegt und schließlich rundete ein Sachstand zu Cyberkriminalität die Tagung ab.

Polizeipräsident Robert Kruse bedankte sich für das vielzählige Erscheinen: "Mit der Teilnahme des Generalstaatsanwaltes Dr. Frank Lüttig, drei Leitenden Oberstaatsanwälten, Präsidenten der Landgerichte sowie fast allen Amtsgerichtsdirektoren aus unserem Zuständigkeitsbereich und dem Vizepräsidenten des LKA wird die Bedeutung dieser Veranstaltung unterstrichen. Die aktuellen und künftigen Herausforderungen für eine erfolgreiche Strafverfolgung brauchen eine optimale Abstimmung. Wir als Polizei sind mit hohen Erwartungen und Anforderungen in unserem Alltag konfrontiert. Da ist es elementar für uns, zu wissen, wie wir unsere Arbeit noch weiter optimieren können, um durch unsere Ermittlungsverfahren möglichst oft eine gerichtliche Bestrafung der Täter erwirken zu können."

Insbesondere die lebhaften und intensiven Diskussionen konnten als Beleg für die richtige Themenauswahl gewertet werden. Alle Beteiligten nahmen Verbesserungsvorschläge mit nach Hause. Die Fortsetzung des Symposiums für das nächste Jahr kündigte PP Robert Kruse folgerichtig gleich an.

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