POL-VER: ++ Integrationskurse der Polizei – Verdener Polizei informiert Flüchtlinge (mit Foto) ++

11.11.2016 – 10:25
POL-VER: ++ Integrationskurse der Polizei - Verdener Polizei informiert Flüchtlinge (mit Foto) ++
Hergen Hinrichs und Sarah Humbach vom Einsatz- und Streifendienst der Polizei Verden referieren in der BBS vor Flüchtlingen.

Landkreis Verden (ots) -

Integrationskurse der Polizei - Verdener Polizei informiert  Flüchtlinge Verden. Seit Anfang November bietet die Polizei Verden jungen  Flüchtlingen Integrationskurse an. Jeweils zwei Polizisten gehen in  die Sprachlernklassen der Berufsbildenen Schulen Verden (BBS) und des Gymnasiums am Wall (GAW) oder in Sprachkurse der Kreisvolkshochschule Verden. In ihren Vorträgen stellen die Beamten den Jugendlichen und  Heranwachsenden aus verschiedenen Herkunftsländern die deutsche  Polizei vor. Zusätzlich erklären sie einige grundsätzlichen Regeln in unserer Gesellschaft.  "Integration ist elementar für ein gedeihliches Zusammenleben von  Einheimischen und Zugewanderten", so Ingo Jans, Leiter Einsatz bei  der Polizeiinspektion Verden/Osterholz und Initiator des Projektes.  "Uns ist es zum einen wichtig, dass sich die Flüchtlinge die Regeln  in ihrer neuen Umgebung zügig aneignen und zum anderen auch uns, die  deutsche Polizei, kennenlernen. So können Missverständnisse vermieden und negatives Auffallen durch mögliche Unwissenheit verhindert  werden. Außerdem herrschte in den Herkunftsländern der Flüchtlinge  ein völlig anderes Bild und ein anderes Verhältnis zur Polizei, dies  wollen wir frühzeitig ausräumen". Dies sind dann auch die Gründe, warum sieben Mitarbeiterinnen und  Mitarbeiter der Polizeiinspektion Verden/Osterholz die  Integrationskurse ermöglichen. Sarah Humbach, Polizeikommissarin beim Einsatz- und Streifendienst in Verden, entwickelte gemeinsam mit  ihren Kollegen ein Konzept, das allein aufgrund seiner spannenden  Thematik die jungen Menschen erreicht und unterschiedliche Aspekte  abdeckt. Jeweils zwei Beamte, treten vor die rund zehn bis 15  Zuhörer, die aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und Afrika geflohen  sind. Dabei sind die Teams zur Verdeutlichung der hiesigen  Gepflogenheiten gemischt: Es referieren in der Regel eine Frau und  ein Mann, die während ihres Vortrags stets sowohl uniformiert als  auch in Zivil auftreten. Nach der Verdeutlichung der Bedeutung des  Rechtsstaats, der Vorstellung der Polizei, ihrer Aufgaben und  Befugnisse erklären die Referenten grundsätzliche Regeln des  Zusammenlebens in Deutschland. Dabei geht es um die Gleichheit aller  Menschen, das Verbot von Gewalt und um das korrekte Verhalten  gegenüber dem anderen Geschlecht. Im dritten und letzten Baustein  wird der Straßenverkehr behandelt, dabei wird insbesondere auf das  Fahrradfahren eingegangen, da sich die jungen Leute meist auf dem  Zweirad fortbewegen.  "Im Laufe des Unterrichts kamen wir immer mehr mit den Flüchtlingen  ins Gespräch", so die Polizisten Sarah Humbach. "Von der anfänglichen Zurückhaltung konnte am Ende nicht mehr die Rede sein. Schließlich  bekamen wir aus dem Kreis der Flüchtlinge eine sehr gute Resonanz,  was uns motiviert, das Konzept weiter zu verfolgen."  

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