Landkreis Verden (ots) -
Integrationskurse der Polizei - Verdener Polizei informiert Flüchtlinge Verden. Seit Anfang November bietet die Polizei Verden jungen Flüchtlingen Integrationskurse an. Jeweils zwei Polizisten gehen in die Sprachlernklassen der Berufsbildenen Schulen Verden (BBS) und des Gymnasiums am Wall (GAW) oder in Sprachkurse der Kreisvolkshochschule Verden. In ihren Vorträgen stellen die Beamten den Jugendlichen und Heranwachsenden aus verschiedenen Herkunftsländern die deutsche Polizei vor. Zusätzlich erklären sie einige grundsätzlichen Regeln in unserer Gesellschaft. "Integration ist elementar für ein gedeihliches Zusammenleben von Einheimischen und Zugewanderten", so Ingo Jans, Leiter Einsatz bei der Polizeiinspektion Verden/Osterholz und Initiator des Projektes. "Uns ist es zum einen wichtig, dass sich die Flüchtlinge die Regeln in ihrer neuen Umgebung zügig aneignen und zum anderen auch uns, die deutsche Polizei, kennenlernen. So können Missverständnisse vermieden und negatives Auffallen durch mögliche Unwissenheit verhindert werden. Außerdem herrschte in den Herkunftsländern der Flüchtlinge ein völlig anderes Bild und ein anderes Verhältnis zur Polizei, dies wollen wir frühzeitig ausräumen". Dies sind dann auch die Gründe, warum sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizeiinspektion Verden/Osterholz die Integrationskurse ermöglichen. Sarah Humbach, Polizeikommissarin beim Einsatz- und Streifendienst in Verden, entwickelte gemeinsam mit ihren Kollegen ein Konzept, das allein aufgrund seiner spannenden Thematik die jungen Menschen erreicht und unterschiedliche Aspekte abdeckt. Jeweils zwei Beamte, treten vor die rund zehn bis 15 Zuhörer, die aus Afghanistan, Syrien, dem Irak und Afrika geflohen sind. Dabei sind die Teams zur Verdeutlichung der hiesigen Gepflogenheiten gemischt: Es referieren in der Regel eine Frau und ein Mann, die während ihres Vortrags stets sowohl uniformiert als auch in Zivil auftreten. Nach der Verdeutlichung der Bedeutung des Rechtsstaats, der Vorstellung der Polizei, ihrer Aufgaben und Befugnisse erklären die Referenten grundsätzliche Regeln des Zusammenlebens in Deutschland. Dabei geht es um die Gleichheit aller Menschen, das Verbot von Gewalt und um das korrekte Verhalten gegenüber dem anderen Geschlecht. Im dritten und letzten Baustein wird der Straßenverkehr behandelt, dabei wird insbesondere auf das Fahrradfahren eingegangen, da sich die jungen Leute meist auf dem Zweirad fortbewegen. "Im Laufe des Unterrichts kamen wir immer mehr mit den Flüchtlingen ins Gespräch", so die Polizisten Sarah Humbach. "Von der anfänglichen Zurückhaltung konnte am Ende nicht mehr die Rede sein. Schließlich bekamen wir aus dem Kreis der Flüchtlinge eine sehr gute Resonanz, was uns motiviert, das Konzept weiter zu verfolgen."
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