Im Landesvergleich liegt die Verunglücktenzahl bei Unfällen mit Kindern und Fußgängern auf niedrigem Niveau / Landrat Olaf Schade stellt Unfallzahlen für das Jahr 2016 vor

Ennepe-Ruhr-Kreis (ots) - Der Landrat Olaf Schade präsentierte heute die Verkehrsunfallentwicklung für das Jahr 2016 der Öffentlichkeit. Gemeinsam mit dem Abteilungsleiter Polizei, Polizeidirektor Klaus Menningen, und dem Leiter der Direktion Verkehr, Polizeioberrat Dirk Happe, erläuterte er die Verkehrsunfallstatistik des zurückliegenden Jahres. "Insgesamt darf ich sagen, dass die Verkehrsunfallentwicklung einen für uns erfreulichen Trend aufweist", eröffnete der Landrat die Pressekonferenz. "Auch wenn sich die Anzahl aller Verkehrsunfälle im Kreisgebiet, wie im gesamten Land NRW, um ca. 3% erhöht hat, sind die Unfälle mit schweren Folgen konstant niedrig geblieben. Bei der Verunglücktenhäufigkeit liegen wir unter dem Landesdurchschnitt. Leider mussten wir auch im vergangenen Jahr sechs Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang verzeichnen, was den Zahlen des Jahres 2014 entspricht. Somit konnten wir die niedrigen Zahlen des letzten Jahres leider nicht beibehalten." Besonders positiv hob Schade die Verunglücktenhäufigkeitszahlen (VHZ) bei den Senioren und Radfahrern, mit jeweils Platz drei, und die VHZ bei den jungen Erwachsenen und der Gesamtzahl aller Verunglückten, mit jeweils Platz zwei im Landesvergleich hervor. Die Verunglücktenhäufigkeitszahl beziffert die Anzahl der Verunglückten je 100.000 Einwohner. Anschließend erläuterte Polizeioberrat Dirk Happe die unterschiedlichen Analysen im Rahmen der Verkehrsunfallstatistik. Die Verunglücktenhäufigkeit der 18-24 jährigen (junge Erwachsene) in Bezug auf 100000 Einwohner sank im Vergleich zum Vorjahr von 682 auf 582. Die Gesamtzahl der Verunglückten im EN-Kreis (ohne die Stadt Witten) sank von 300 auf 297. Ferner widmete sich Happe dem Problem der Unfallfluchten, die mit 1530 Fällen um 5,3% zum Vorjahr gestiegen sind. 32% der Unfallfluchten werden von Senioren begangen, 10% von jungen Erwachsenen; diese Erkenntnisse zieht die Polizei EN aus den geklärten Sachverhalten. "Auch künftig werden erkannte Verkehrsverstöße konsequent verfolgt", beteuerte der Leiter der Direktion Verkehr. Die Kreispolizeibehörde wird auch 2017 gegen die Ablenkung am Steuer, insbesondere durch Mobiltelefone, vorgehen. "Hier müssen sich die Bürger wieder auf gezielte Kontrollen, auch mit verdeckten Kontrollposten, einstellen" erläuterte Polizeioberrat Happe das weitere Vorgehen. Das Risiko durch das Tippen von Nachrichten ist nicht zu unterschätzen. Auch die Umgewöhnung der Augen vom hellen Handydisplay zur dunklen Straße ist ein Faktor, der beachtet werden sollte. Ferner ging der Leiter der Direktion Verkehr auf das Thema Sichtbarkeit ein. "Gerade Fußgänger sollten auf ihre Sichtbarkeit achten", gab Happe bekannt. Es ist davon auszugehen, dass insbesondere bei den Verkehrsunfällen mit schweren Folgen eine bessere Sichtbarkeit der Fußgänger zu deren Sicherheit maßgeblich beigetragen hätte. Teil der Verkehrssicherheitsarbeit der Kreispolizeibehörde für das Jahr 2017 sind aber auch Präventionsveranstaltungen wie der Saisonauftakt für Motorradfahrer an der Glörtalsperre in Breckerfeld, die Verkehrserziehung für Kinder mit Hilfe der Verkehrspuppenbühne. Happe gab bekannt, dass die Puppenbühne im Jahr 2017 durch lebendigere Puppen erweitert wird. "Wir wollen insbesondere auch auf das richtige Überqueren der Straße eingehen". Weiter gibt es Veranstaltungen wie Crash-Kurs NRW für Fahranfänger an den Schulen und Berufskollegs. "Die Gefahr, Opfer eines Verkehrsunfalls zu werden, ist in der Kreispolizeibehörde nach wie vor deutlich geringer als im Landesdurchschnitt", war das positive Fazit, dass Landrat Olaf Schade, Polizeidirektor Klaus Menningen und Polizeioberrat Dirk Happe am Ende ziehen konnten.

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