BPOLI LUD: Verfolgungskrimi an der Autobahn

Görlitz (ots) - In den gestrigen Morgenstunden wurde eine gemeinsame Streife der Bundespolizei und des Zolls auf einen BMW mit polnischer Zulassung aufmerksam, der kurz zuvor aus Polen kommend, über die Bundesautobahn bei Görlitz einreiste und sich mit ca. 20-30 km/h in Richtung Dresden bewegte.

Da der Fahrer einen verwirrten Eindruck auf die Beamten machte und sich auf der Rücksitzbank noch ein zirka fünf Jahre alter Junge befand, entschlossen sich die Beamten zur Kontrolle des Fahrzeuges.

Während der Kontrolle legte der polnische Fahrer einen ukrainischen Führerschein vor, der genauer überprüft werden sollte. In diesem Moment beschleunigte der Fahrer das Fahrzeug und begann seine wilde Flucht vor der Polizei. Auf einem Feld fuhr sich der BMW fest, was den Mann an einer weiteren Flucht zu Fuß, mit dem Kind, nicht hinderte.

Durch den Einsatz weiterer Streifen von Bundespolizei, Bundeszollverwaltung und der Landespolizei sowie dem Einsatz eines Polizeihubschraubers und Diensthundes der Bundespolizei, konnte der Mann mit dem Kind im Bereich der Windkraftanlagen bei Ludwigsdorf, in einem alten Unterstand, aufgespürt werden.

Der Mann hielt dabei das Kind fest im Arm und wollte dieses nicht mehr loslassen.

Als dann auch noch ein pistolenähnlicher Gegenstand in seinem Rucksack gefunden wurde, schlug der vermutlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitten stehende Mann unvermittelt um sich und gefährdete dabei die Gesundheit des Jungen. Die Beamten griffen schnell und entschlossen zu und konnten das Kind befreien und vor Verletzungen bewahren.

Erste Ermittlungen ergaben, dass es sich wohl tatsächlich um den Vater des Kindes handelt. Warum er sein Kind in eine solch gefährliche Situation brachte, ermittelt nun der Kriminaldienst des Polizeireviers in Görlitz.

Der Junge wurde dem Jugendamt in Görlitz zur weitern Betreuung übergeben. Dort holte die Mutter das Kind im Verlaufe des Nachmittags ab.

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Torsten Pruschwitz
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