Berlin/Brandenburg
Gemeinsame Meldung Polizei und Staatsanwaltschaft
Berlin
Nr. 1523
Beamte des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft
Berlin durchsuchten heute Morgen 20 Wohn- und Geschäftsräume
in Berlin und Brandenburg und vollstreckten vier Haftbefehle.
Monatelange intensive Ermittlungen gegen eine mutmaßliche
Bande von elf Personen, zehn Männer und eine Frau im Alter von
31 bis 64 Jahren, davon fünf Apothekern, führten zu den
heutigen Maßnahmen. Den Tatverdächtigen wird vorgeworfen,
Rezepte für sehr hochpreisige Arzneimittel gefälscht und
durch mehrere Apotheker bei den Krankenkassen zur Bezahlung
eingereicht zu haben. Der mutmaßliche Schaden pro Rezept lag
bei durchschnittlich 15.000 Euro. Nach bisherigen Erkenntnissen
konnte der verdächtigen Gruppe ein Schaden von 3,1 Millionen
Euro zugeordnet werden. Die Ermittler gehen von einem weitaus
größeren Schaden aus, da nach den bisher gewonnenen
Erkenntnissen die Tatverdächtigen seit etwa zehn Jahren aktiv
sein sollen. Bei dem mutmaßlichen Kopf der Bande handelt es
sich um einen einschlägig vorbestraften 54-jährigen Apotheker
und seine 31 Jahre alte Lebensgefährtin. Beide leben in
Bulgarien und sollen lediglich nach Berlin gekommen sein, um
weitere Taten zu begehen bzw. diese zu organisieren.
Spezialeinsatzkräfte nahmen das Paar heute Morgen in einem
Hotel in Treptow fest. Den Beiden sowie zwei 45 und 54 Jahre
alten mutmaßlichen Mittätern sollen heute die Haftbefehle
verkündet werden.
Fälschungen von Rezepten und Abrechnungsbetrug – Vier Haftbefehle vollstreckt
Polizeimeldung vom 07.07.2017
berlinweit
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