Trickbetrüger blieben erfolglos

Wismar (ots) - "Hallo Oma, weißt du wer ich bin?" So oder so ähnlich leiteten die Trickbetrüger die Telefonate mit ihren potentiellen Opfern ein. Gestern meldeten sich fünf ältere Menschen aus dem Raum Bad Kleinen und teilten mit, dass sie von einem hochdeutsch sprechenden jungen Mann angerufen worden seien. Dieser habe versucht sich als ihr Enkel auszugeben und Geld (30.000 EUR) für z. B. eine Eigentumswohnung, bzw. für eine durch ihn "ersteigerte Wohnung" zu benötigen. Keiner der Angerufenen fiel auf diesen Nepp rein.

In zwei weiteren Fällen erhielten ältere Damen jeweils ein Mahnschreiben über 748 Euro. Wie üblich machten die Betrüger ihren Opfern ein Vergleichsangebot. Wenn diese innerhalb der nächsten drei Tage zahlten, reduzierte sich die geforderte Summe auf 314 Euro. Gleich dabei war ein Überweisungsträger mit einer rumänischen IBAN. Auch in diesen Fällen ließen sich die Frauen nicht auf den Schwindel ein und wandten sich an die Polizei.

Quantitativ ist davon auszugehen, dass die Anzahl betrügerischer Anrufe, Schreiben oder Emails wesentlich höher sind als die, die der Polizei bekannt werden. Ziel der Täter sind immer wieder ältere Menschen. Sie leben oft allein, sind vertrauensvoll und hilfsbereit. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Verwandte, Bekannte oder Nachbarn, die Senioren mit dem Phänomen Trickbetrug vertraut machen. Denn, hat man schon einmal von den üblen Machenschaften der Täter gehört, fällt das Erinnern leichter und ist eher geneigt, "nein" zu sagen.

Hinweise und Tipps, wie sie sich effektiv vor Trickbetrügern schützen können, finden sich im Internet unter polizei-beratung.de.

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Axel Köppen
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