Gaffer an Einsatzstelle legen sich mit Feuerwehrmann an
08.08.2017, PP Oberfranken
Gaffer an Einsatzstelle legen sich mit Feuerwehrmann an
COBURG. Während der Rettungsarbeiten nach dem schweren Verkehrsunfall mit einem Feuerwehrfahrzeug in der Neustadter Straße legten sich am Montagabend zwei Schaulustige mit einem Feuerwehrmann an, der die Einsatzstelle absicherte. Vater und Sohn mussten letztendlich von einer Polizeistreife zur nahegelegenen Wache gebracht werden. Gegen den Mann wurden Ermittlungen eingeleitet.
Gegen 20.30 Uhr hielt sich der 43-jährige Coburger zusammen mit seinem 15-jährigen Sohn im abgesperrten Bereich der Unfallstelle auf und versuchte Videoaufnahmen mit seinem Smartphone zu ergattern. Auf diesen Umstand wurde ein 27-jähriger Feuerwehrmann auf-merksam, der Vater und Sohn bat das Filmen zu unterlassen und sich von der Einsatzstelle zu entfernen. Der Familienvater war darüber so erbost, dass er dem ehrenamtlichen Feuerwehr-mann mit den Worten „Was willst du denn von mir? Ich hau dir eine aufs Maul!“ Schläge an-drohte. Anstelle die Unfallörtlichkeit zu verlassen suchten sich die beiden Gaffer lediglich ei-nen anderen Standort auf der gegenüberliegenden Straßenseite um dort zu ihren Foto- und Videoaufnahmen zu kommen.
Einschreiten der Polizei notwendig
Erst durch eine Streife der Coburger Polizeiinspektion konnten die Männer von ihrem Vorha-ben abgebracht werden. Weil Straftaten und Ordnungswidrigkeiten im Raum standen, sollten die Personalien der beiden Coburger aufgenommen werden. Da sich die beiden zunächst nicht ausweisen wollten, brachte sie eine Streifenbesatzung zur Identitätsfeststellung auf die nahegelegene Polizeidienststelle. Auch dort gelangten die Beamten nur widerwillig an die Personalien der beiden Männer. Gegen den 43-jährigen Vater, der konkret eine Drohung ge-gen den ehrenamtlichen Feuerwehrmann ausstieß ermittelt nun die Polizei Coburg wegen Nötigung, Beleidung, möglicher unterlassener Hilfeleistung und wegen einer Ordnungswid-rigkeit wegen Nichtangabe der Personalien. Ob dem Sohn ein Fehlverhalten vorgeworfen werden kann, wird noch geprüft. Nach der Sachverhaltsaufnahme wurden die beiden Schau-lustigen wieder auf freien Fuß gesetzt. Allerdings mit dem Hinweis, dass für sie ein Platzver-weis im weiträumigen Bereich um die Unfallstelle besteht. Während der Sachverhaltsaufnah-me standen die beiden Polizeibeamten für anderweitige Einsätze nicht zur Verfügung.