Pressebericht vom 07.11.2017
07.11.2017, PP München
Pressebericht vom 07.11.2017
Inhalt:
1873. Ehefrau misshandelt – Ismaning
1874. Jugendliche beschädigten 26 Kfz – Isarvorstadt
1875. Kfz-Aufbruchsserie – Taufkirchen
1876. 40. Rauschgifttoter
1877. Amtseinführung des neuen Leiters der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsanzeigen
-Lichtbild
1873. Ehefrau misshandelt – Ismaning Am frühen Morgen des Samstag, 04.11.2017, wurde der Polizeiinspektion 26 (Ismaning) über eine mögliche Erpressung informiert.
Der Bekannte einer indischen Familie gab an, dass die in Deutschland lebende Tochter im Laufe der Nacht von ihrem Ehemann und dem Schwager in deren gemeinsamen Wohnung misshandelt wurde. Die 28-Jährige wurde während eines laufenden Videotelefonats misshandelt. Von den Eltern der Geschädigten wurde ein höherer Geldbetrag gefordert. Gedroht wurde mit einer Fortsetzung der Misshandlungen oder gar einer Tötung.
Aufgrund dieser Mitteilung erfolgte durch Polizeibeamte eine umgehende Überprüfung der Wohnung. Hierbei konnten zunächst nur die beiden Tatverdächtigen angetroffen werden.
Fast zeitgleich wendete sich die, nur schlecht englisch sprechende, 28-Jährige an einen Passanten und bat diesen um Hilfe. Die Frau hatte sich unter dem Vorwand, zur Arbeit zu gehen, aus der Wohnung geflüchtet. Ihr Handy und ihr Reisepass wurden ihr zuvor vom Ehemann und dem Schwager abgenommen.
Sie wies diverse sichtbare Prellungen und Hämatome im Bereich des Gesichtes und Körpers auf.
Am Sonntag, 05.11.2017, erließ der zuständige Ermittlungsrichter nach Antrag der Staatsanwaltschaft
München I Haftbefehl gegen die beiden Tatverdächtigen.
Zur Aufklärung der genauen Tatabläufe und Tatumstände sind weitere Ermittlungen notwendig.
1874. Jugendliche beschädigten 26 Kfz – Isarvorstadt Streifenbeamte der Polizeiinspektion 14 (Westend) wurden am Sonntag, 29.10.2017, gegen 21.30 Uhr, von Passanten und zwei Schülern angesprochen. Sie hatten kurz zuvor drei Jugendliche dabei beobachtet, wie sie geparkte Pkw in der Zenettistraße beschädigten. Zudem waren die 15- und 18-jährigen Schüler von den Jugendlichen mit einem Messer bedroht worden.
Durch die schnelle Verständigung konnten bei einer sofort eingeleiteten Fahndung die drei 14, 15 und 16 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen werden.
Insgesamt konnten bisher 26 Sachbeschädigungen an Kraftfahrzeugen festgestellt werden. Zudem wurden drei Mercedessterne durch die Jugendlichen entwendet.
Gegen die drei Schüler wird nun wegen Sachbeschädigung, Diebstahl, Bedrohung und einem Vergehen gegen das Waffengesetz ermittelt.
1875. Kfz-Aufbruchsserie – Taufkirchen In der Nacht von Sonntag, 05.11.2017, 18.00 Uhr, auf Montag, 06.11.2017, 09.30 Uhr, wurden in Taufkirchen aus vier, auf der Straße geparkten, Pkw die festeingebauten Navigationssysteme entwendet.
Zeugenaufruf:
Wer hat in der Tatnacht im Bereich der Straßen: Sudetenstraße, Siebenbürgener Straße, Lindenschusterweg und Tulpenstraße verdächtige Wahrnehmungen über Personen/Fahrzeuge gemacht, die im Zusammenhang mit den vier Kfz-Aufbrüchen stehen?
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 55, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
1876. 40. Rauschgifttoter Ein 53-jähriger Deutscher konsumierte in seiner Wohnung mit einem Bekannten Betäubungsmittel. Kurze Zeit später kollabierte er und war nicht mehr ansprechbar.
Der verständigte Notarzt konnte nur noch den Tod des 53-Jährigen feststellen. Ein Fremdverschulden konnte ausgeschlossen werden.
Eine im Institut für Rechtsmedizin angeordnete Obduktion ergab zweifelsfrei, dass der 53-Jährige an einer Rauschgiftintoxikation verstorben ist.
Der 53-Jährige ist somit der 40. Rauschgifttote im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München im Jahr 2017.
Vergleichszeitraum: 2016: 50 Rauschgifttote
2015: 55 Rauschgifttote
PP Hubertus Andrä, KOR Josef Wimmer, POR Thomas Weber, LPD Herbert Krauß 1877. Amtseinführung des neuen Leiters der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsanzeigen Am Montag, 06.11.2017, um 14.00 Uhr, fand die offizielle Amtseinführung des neuen Leiters der Verkehrspolizeiinspektion Verkehrsanzeigen, POR Thomas Weber, statt. Er hat die Amtsgeschäfte bereits Anfang Oktober von seinem Vorgänger, KOR Josef Wimmer (jetziger Leiter der Mordkommission), übernommen.
POR Weber kann in seiner bisherigen polizeilichen Laufbahn auf eine große Verwendungsbreite zurückblicken. So war er zuletzt stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Ergänzungsdienste und dort beispielsweise zuständig für die Diensthunde- und Reiterstaffel, Haftanstalt oder die Medientechnik. Auch als Leiter der Polizeiinspektion 42 (Neuhausen) konnte er Erfahrung sammeln.
Die VPI VA mit ihren 130 Beamten bearbeitet Jahr für Jahr ca. 11.000 Verkehrsunfälle, rund 22.000 Strafanzeigen und etwa 280.000 Anzeigen im Bereich der Verkehrsordnungswidrigkeiten. Gut 340.000 Verwarnungen mit Zahlungsaufforderung sind zu erfassen und 7.000 Fahrverbote müssen verwaltet werden. Hinzu kommen unzählige Einsätze mit den Infobeamten bei Veranstaltungen. Die Vielfältigkeit der Dienststelle stellt eine besondere Herausforderung dar.
Polizeipräsident Hubertus Andrä wünschte Herrn Weber für die Bewältigung der künftigen Aufgaben viel Erfolg und ein glückliches Händchen.